Farbpflege intensiv rot für glänzendes, gepflegtes Haar nach Haarverdichtung, Ergebnis mit evo® FAB Pro – Lissi Weber – Haarverlängerung & Haarverdichtung Schweinfurt

Gefärbte Haare richtig pflegen: Welche Produkte halten die Haarfarbe länger frisch?

Direkt nach dem Friseurtermin glänzt die Farbe, der Ton wirkt satt und das Haar sieht besonders brillant aus. Mit jeder weiteren Haarwäsche verändert sich dieses Ergebnis jedoch langsam. Manche Farbtöne verlieren nur etwas an Intensität, andere wirken relativ schnell matter oder verändern ihre Nuance.

Das ist nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass deine Haarfarbe schlecht gemacht wurde oder deine Pflege versagt. Künstliche Haarfarbe verändert sich mit der Zeit. Wasser, wiederholte Haarwäschen, Sonne, Hitze, die chemische Vorgeschichte des Haares und natürlich auch die Art der verwendeten Farbe beeinflussen, wie lange ein Farbton sichtbar frisch bleibt.

Gute Farbpflege kann diesen Prozess nicht vollständig verhindern. Sie kann aber dabei helfen, unnötige Belastungen zu reduzieren, das gefärbte Haar geschmeidig zu halten und die Farbe möglichst lange schön aussehen zu lassen.

Und genau dabei ist eine Unterscheidung besonders wichtig: Ein Produkt für Farbschutz erfüllt einen anderen Job als ein Produkt zur Farbauffrischung.

Bevor du also möglichst viele Color-Care-Produkte miteinander kombinierst, sollten wir zuerst klären, was deiner Haarfarbe tatsächlich fehlt.

Welche Pflege braucht gefärbtes Haar?

Als schnelle Orientierung kannst du deine Situation so einordnen:

Dein Bedarf Welchen Produktweg wir zuerst anschauen würden
du möchtest coloriertes Haar regelmäßig möglichst farbschonend reinigen Color Protect Shampoo
deine Längen brauchen nach der Wäsche Geschmeidigkeit und bessere Kämmbarkeit Color Protect Conditioner
du möchtest zusätzlich eine Leave-in-Pflege gegen sonnenbedingtes Verblassen Color Protect Locking Spray
du möchtest Shampoo, Conditioner und Spray gemeinsam verwenden Color Protect Set
dein Farbton selbst ist sichtbar ausgewaschen und braucht wieder Pigment Farbauffrischung statt nur Farbschutz
dein coloriertes Haar ist zusätzlich stark chemisch geschädigt Repairbedarf separat beurteilen
dein Farbton hat sich durch Pool, Mineralien oder Ablagerungen verändert Ursache der Ablagerung behandeln statt nur Color Protect verwenden

Alle aktuell verfügbaren Produkte der Serie findest du gesammelt in unserer Paul Mitchell Color Protect Kollektion.

Warum verblasst gefärbtes Haar überhaupt?

Bei Haarfarbe wird häufig nur über Shampoo gesprochen. Tatsächlich beginnt der Farberhalt aber schon wesentlich grundlegender.

Wasser selbst gehört zum Thema.

Bei wiederholtem Waschen beziehungsweise wiederholter Wasserexposition können Farbstoffanteile nach und nach verloren gehen. Wie stark das passiert, hängt unter anderem davon ab, welches Farbsystem verwendet wurde, wie das Haar beschaffen ist und welche chemische Vorgeschichte die Längen bereits haben.

Eine permanente Haarfarbe verhält sich dabei nicht identisch zu einer Tönung, einem Glossing oder direkten Fashion-Pigmenten.

Auch deshalb gibt es keine einzige Farbpflege-Regel, die für jedes colorierte Haar gleich gut funktioniert.

Dazu kommen Umwelteinflüsse. Sonnenstrahlung kann sowohl natürliche als auch künstliche Haarfarbe verändern. Häufiges beziehungsweise sehr heißes Styling kann die Haarfaser zusätzlich beanspruchen. Und wenn Längen durch frühere Blondierungen oder wiederholte Colorationen bereits stärker verändert sind, kann auch das beeinflussen, wie sich ein Farbton mit der Zeit entwickelt.

Farbpflege bedeutet deshalb nicht, die Farbe irgendwie dauerhaft im Haar „einzuschließen“.

Es geht darum, die Bedingungen möglichst günstig zu gestalten, unter denen deine Farbe erhalten bleibt.

Color Protect Shampoo: Die Reinigungsbasis für gefärbtes Haar

Das Paul Mitchell Color Protect Shampoo ist der erste Schritt der Serie und für coloriertes Haar vorgesehen.

Seine wichtigste Aufgabe ist zunächst ziemlich unspektakulär – und genau deshalb wichtig: reinigen, ohne deine Farbpflege unnötig kompliziert zu machen.

Es gibt keinen Grund, gefärbtes Haar möglichst selten zu reinigen, obwohl sich die Kopfhaut eigentlich waschen müsste. Gleichzeitig muss Haar auch nicht aus Gewohnheit häufiger gewaschen werden, als es tatsächlich notwendig ist.

Für uns lautet die sinnvollere Regel deshalb:

Wasche so oft wie nötig, aber nicht öfter als nötig.

Eine Kundin mit schnell fettender Kopfhaut kann eine völlig andere Waschfrequenz benötigen als jemand mit trockener Kopfhaut und langen, kräftigen Haaren.

Die Farbe sollte nicht wichtiger werden als eine funktionierende Kopfhautroutine.

Sind Sulfate wirklich der große Feind jeder Haarfarbe?

Nicht so pauschal, wie es häufig dargestellt wird.

Online findet man schnell die Regel:

„Gefärbte Haare dürfen niemals Shampoo mit Sulfaten sehen.“

So einfach lässt sich Farbfading aber nicht auf einen einzelnen Inhaltsstoffnamen reduzieren.

Wie ein Shampoo auf gefärbtem Haar funktioniert, hängt von der gesamten Formulierung ab. Dazu gehören beispielsweise das verwendete Tensidsystem, Konzentrationen, pH-Wert und der Zustand des Haares.

Auch Wasser und die Anzahl der Waschzyklen spielen eine Rolle.

Das bedeutet nicht, dass jedes Shampoo für jedes colorierte Haar gleich gut geeignet ist. Es bedeutet nur, dass eine INCI-Liste nicht sinnvoll beurteilt wird, indem ein einziges Wort gesucht und das komplette Produkt danach als „gut“ oder „schlecht“ eingestuft wird.

Wir würden ein Color-Care-Shampoo deshalb nach Gesamtformulierung, vorgesehenem Einsatzzweck und dem tatsächlichen Haargefühl auswählen – nicht nach einer starren Internet-Blacklist.

Und was ist mit Silikonen bei gefärbtem Haar?

Auch Silikone werden häufig pauschal als problematisch dargestellt.

Dabei gibt es nicht „das eine Silikon“ und nicht jede Formulierung verhält sich identisch.

Es gibt sogar Untersuchungen, in denen bestimmte silikonbasierte Systeme dazu beigetragen haben, Farbauswaschung beziehungsweise UV-bedingte Farbveränderungen zu reduzieren.

Das heißt genauso wenig, dass jedes Silikon automatisch perfekt für coloriertes Haar wäre.

Es zeigt aber gut, warum Aussagen wie „Silikone ziehen die Farbe aus dem Haar“ viel zu einfach sind.

Wichtiger ist wieder die gesamte Formulierung.

Color Protect Conditioner: Pflege ist ebenfalls Teil des Farberhalts

Nach der Reinigung kommt die Haarfaser selbst ins Spiel.

Gefärbte beziehungsweise chemisch behandelte Längen benötigen häufig eine gute Conditioningpflege, damit sie geschmeidig und leichter kämmbar bleiben.

Der Paul Mitchell Color Protect Conditioner ist genau für diesen Schritt gedacht.

Conditioner können dabei helfen, Reibung zwischen den Haarfasern zu reduzieren und die Kämmbarkeit zu verbessern. Das klingt zunächst weniger spektakulär als viele typische „Repair“-Versprechen, ist im Alltag aber ausgesprochen wichtig.

Je leichter sich das Haar entwirren lässt, desto kontrollierter kann es anschließend gebürstet, geföhnt und gestylt werden.

Wir würden dabei allerdings nicht schreiben, ein Conditioner würde die Schuppenschicht wie eine Tür „schließen und die Haarfarbe versiegeln“.

Kosmetische Pflege kann die Oberfläche und das Haargefühl beeinflussen. Sie macht eine bereits colorierte beziehungsweise chemisch veränderte Haarfaser aber nicht biologisch wieder zu Naturhaar.

Brauche ich Shampoo und Conditioner immer aus derselben Serie?

Nicht zwingend.

Ein aufeinander abgestimmtes Color-Care-Duo kann sehr praktisch sein, weil beide Produkte für denselben übergeordneten Bedarf entwickelt wurden.

Das bedeutet aber nicht, dass du zwangsläufig jedes Produkt aus einer Serie verwenden musst.

Wenn du beispielsweise mit deinem bisherigen Conditioner hervorragend zurechtkommst und nur eine passendere Reinigung für coloriertes Haar suchst, kann bereits das Shampoo sinnvoll sein.

Andersherum kann jemand mit einer funktionierenden Reinigung speziell bei der Pflege der Längen Unterstützung benötigen.

Die bessere Routine ist immer die, bei der jedes Produkt einen nachvollziehbaren Job besitzt.

Color Protect Locking Spray: Wann lohnt sich der zusätzliche Leave-in-Schritt?

Das Color Protect Locking Spray kommt nach der Haarwäsche ins saubere, feuchte Haar und wird nicht wieder ausgespült.

Es ergänzt Shampoo und Conditioner um einen anderen Schwerpunkt: Paul Mitchell positioniert das Spray insbesondere im Zusammenhang mit Farberhalt und Schutz vor sonnenbedingtem Verblassen.

Das ist sinnvoll, denn Sonnenstrahlung kann tatsächlich Farbveränderungen im Haar fördern.

Trotzdem ist das Spray kein Pflichtschritt für jede colorierte Kundin.

Wenn du kaum Sonne ausgesetzt bist und deine Farbe bereits mit Shampoo und Conditioner sehr gut hält, besteht kein Grund, ein weiteres Produkt nur der Vollständigkeit halber einzubauen.

Wenn du dagegen längere colorierte Haare hast, dich viel im Freien aufhältst oder einen zusätzlichen Leave-in-Schritt möchtest, wird das Locking Spray interessanter.

Ist das Color Protect Locking Spray gleichzeitig Hitzeschutz?

Das würden wir nicht automatisch behaupten.

Ein Produkt kann vor sonnenbedingtem Verblassen schützen und trotzdem kein ausdrücklich ausgewiesener Schutz vor heißen Stylingtools sein.

UV-/Sonnenschutz und Hitzeschutz sind unterschiedliche Produktfunktionen.

Wenn du regelmäßig mit Föhn, Lockenstab oder Glätteisen arbeitest, sollte dein Hitzeschutz deshalb separat geprüft werden.

Wie du den richtigen Hitzeschutz auswählst und anwendest, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber Hitzeschutz für Haare richtig anwenden.

Brauche ich das komplette Color Protect Set?

Das Paul Mitchell Color Protect Set bündelt Shampoo, Conditioner und Locking Spray.

Das ist vor allem dann praktisch, wenn du tatsächlich alle drei Aufgaben abdecken möchtest:

eine geeignete Reinigung, Conditioning nach der Haarwäsche und anschließend einen Leave-in-Schritt für zusätzlichen Farberhalt beziehungsweise Schutz vor sonnenbedingtem Verblassen.

Das Set ist aber kein Beweis dafür, dass jede Kundin zwingend drei Color-Care-Produkte benötigt.

Wenn du nur zwei dieser Funktionen brauchst, darf deine Routine selbstverständlich auch aus zwei Produkten bestehen.

Bundles sind praktisch, wenn die enthaltenen Produkte zu deinem Bedarf passen – nicht weil mehr Flaschen automatisch mehr Farbschutz bedeuten.

Wie oft sollte man gefärbte Haare waschen?

Es gibt keine vernünftige Universalzahl.

„Maximal zweimal pro Woche“ klingt schön einfach, passt aber nicht zu jeder Kopfhaut, Haarstruktur und Lebensweise.

Je häufiger ein Haar mit Wasser und Reinigung in Kontakt kommt, desto häufiger besteht natürlich grundsätzlich die Möglichkeit, dass sich ein künstlicher Farbton verändert.

Gleichzeitig sollte niemand mit unangenehm fettiger, verschwitzter oder belegter Kopfhaut herumlaufen, nur weil irgendwo steht, coloriertes Haar dürfe höchstens zweimal wöchentlich gewaschen werden.

Unsere Empfehlung lautet deshalb:

So oft wie nötig und so wenig wie sinnvoll.

Wenn du lediglich aus Gewohnheit täglich wäschst, obwohl deine Kopfhaut problemlos länger auskommt, kannst du ausprobieren, die Abstände etwas zu verlängern.

Wenn du eine tägliche Reinigung tatsächlich brauchst, sollte dafür lieber ein zum Haar und zur Kopfhaut passendes Shampoo gewählt werden.

Ist kaltes Wasser besser für gefärbte Haare?

Du musst deine Haarwäsche nicht unter eiskaltem Wasser beenden, damit deine Farbe hält.

Lauwarmes Wasser ist eine vernünftige und alltagstaugliche Wahl.

Sehr heißes Wasser ist weder für Kopfhaut noch Haar besonders angenehm und muss für eine gründliche Reinigung auch nicht verwendet werden.

Was wir vermeiden würden, ist die typische Erklärung:

„Heißes Wasser öffnet die Schuppenschicht, kaltes Wasser schließt sie wieder und sperrt die Farbe ein.“

Die Haaroberfläche ist komplexer als eine Tür mit Auf-und-Zu-Funktion.

Für die Praxis reicht völlig:

angenehm lauwarm waschen und unnötig extreme Temperaturen vermeiden.

Wie wichtig ist Hitzestyling für den Farberhalt?

Coloriertes Haar kann gleichzeitig gesund aussehen und trotzdem chemisch verändert sein.

Regelmäßige sehr hohe Hitze kommt als zusätzliche Belastung dazu. Gerade bei häufigem Glätten oder Locken kann deshalb eine gute Hitzeschutzroutine sinnvoll sein.

Das bedeutet nicht, dass du nach einer Coloration plötzlich keinen Föhn oder kein Glätteisen mehr benutzen darfst.

Entscheidend sind Temperatur, Häufigkeit, Technik und ein passendes Schutzprodukt.

Und auch hier trennen wir wieder die Aufgaben: Color Protect pflegt den Farb-/Color-Care-Bedarf. Hitzeschutz ist ein eigener Job.

Farbschutz und Farbauffrischung sind zwei verschiedene Dinge

Das ist vielleicht die wichtigste Entscheidung des gesamten Artikels.

Angenommen, dein frisch gefärbtes Kupfer sieht nach mehreren Wochen deutlich heller beziehungsweise weniger intensiv aus.

Dann können Shampoo, Conditioner und Farbschutz-Spray dabei helfen, die Farbe zwischen den Salonterminen möglichst gut zu behandeln.

Sie fügen dem Haar aber nicht automatisch wieder genau die verlorenen Kupferpigmente hinzu.

Wenn ein Farbton aktiv aufgefrischt werden soll, benötigst du einen pigmentierenden Schritt beziehungsweise eine erneute professionelle Farbauffrischung.

Das gleiche Prinzip gilt bei Rot, Pink, Violett und vielen anderen sichtbaren Fashion- beziehungsweise Direktpigmenten.

Farbschutz versucht vorhandene Farbe möglichst lange zu erhalten.

Farbauffrischung gibt wieder Pigment hinzu.

Das sind zwei verschiedene Aufgaben.

Muss ich bei ausgewaschener Farbe direkt wieder färben?

Nicht zwangsläufig.

Das hängt davon ab, was gemacht wurde und wie stark beziehungsweise in welcher Richtung sich der Ton verändert hat.

Bei manchen Salonfarben reicht ein Glossing beziehungsweise eine Tonauffrischung. In anderen Fällen können pigmentierende Pflegeprodukte zwischen den Salonterminen sinnvoll sein.

Wenn du genauer verstehen möchtest, was Glossing und Tönung eigentlich unterscheidet, findest du dazu unseren Ratgeber Glossing oder Tönung – was ist der Unterschied?.

Und wenn du dich fragst, warum ein Glossing manchmal schneller wieder verschwindet als erwartet, erklären wir das ausführlich unter Warum wäscht sich mein Glossing so schnell raus?.

Warum sind Rot, Kupfer und Fashion Colors oft besonders pflegeintensiv?

Je sichtbarer ein Farbton vom natürlichen Untergrund abweicht, desto deutlicher fällt häufig auch eine Veränderung auf.

Wenn ein kühles Braun minimal an Intensität verliert, kann das optisch lange relativ unauffällig bleiben.

Wenn ein leuchtendes Kupfer, Rot oder Pink an Pigment verliert, sieht man den Unterschied meist schneller.

Hinzu kommt, dass verschiedene Farbsysteme unterschiedlich funktionieren. Ein direktziehender Fashion-Ton verhält sich beim Auswaschen nicht identisch zu einer permanenten oxidativen Haarfarbe.

Deshalb möchten wir auch hier keine pauschale Aussage wie:

„Rot ist immer die Farbe, die am schnellsten verblasst.“

Treffender ist:

Intensive, stark sichtbare Farbtöne haben häufig einen höheren Auffrischungsbedarf, weil Veränderungen schneller auffallen.

Was mache ich, wenn meine Haarfarbe plötzlich stumpf statt nur heller wirkt?

Dann lohnt es sich, nicht sofort nur über neue Pigmente nachzudenken.

Manchmal sieht ein Farbton stumpfer aus, weil die Haaroberfläche beziehungsweise die Pflege nicht optimal ist.

Es können aber auch Ablagerungen durch Mineralien, hartes Wasser, Poolkontakt oder Stylingprodukte eine Rolle spielen.

In diesem Fall ist die Lösung nicht automatisch mehr Color Protect und auch nicht automatisch neue Haarfarbe.

Zuerst sollte geklärt werden, wodurch die Veränderung entstanden ist.

Wenn hartes Wasser beziehungsweise Mineralien ein Thema sein könnten, findest du dazu unseren ausführlichen Fachartikel Hartes Wasser, Kalk und Metalle im Haar.

Darf man Tiefenreinigungsshampoo bei gefärbtem Haar verwenden?

Tiefenreinigung ist nicht grundsätzlich verboten, nur weil dein Haar coloriert ist.

Sie sollte aber einen konkreten Grund haben.

Wenn starke Stylingrückstände, Chlor oder Mineralablagerungen entfernt werden müssen, kann eine gezielte stärkere Reinigung sinnvoll sein.

Wenn überhaupt keine Ablagerungen vorhanden sind und du nur aus Gewohnheit ständig „detoxen“ möchtest, ist das eine andere Situation.

Gerade bei farbbehandeltem Haar würden wir eine Tiefenreinigung deshalb bedarfsgerecht statt routinemäßig einsetzen.

Ist Color Protect auch für blondiertes Haar geeignet?

Color Protect kann grundsätzlich für coloriertes Haar interessant sein. Bei blondiertem Haar hängt die Produktauswahl aber stark davon ab, welches Problem gerade im Vordergrund steht.

Ein Blond kann beispielsweise hauptsächlich trocken und chemisch beansprucht sein. Dann wird Repairpflege wichtiger.

Es kann gesund wirken, aber einen Gelbstich entwickeln. Dann geht es um Tonkorrektur.

Oder es ist zusätzlich coloriert beziehungsweise glossiert und der Farbton soll möglichst lange erhalten bleiben. Dann bekommt Color Care wieder einen eigenen Job.

Deshalb würden wir bei Blond niemals automatisch sagen:

„Blondiert = Color Protect.“

Die komplette Pflege für blondiertes Haar behandeln wir separat in unserem Blondpflege-Ratgeber.

Muss gefärbtes Haar immer spezielle Color-Care-Produkte verwenden?

Nicht zwingend jedes einzelne Produkt deiner Routine muss „Color“ auf der Verpackung stehen haben.

Wichtig ist, dass deine gesamte Routine zu Haarzustand, Farbservice und Stylinggewohnheiten passt.

Wenn deine Haarfarbe hervorragend hält, deine aktuelle Pflege funktioniert und dein Haar gesund aussieht, besteht kein Grund, funktionierende Produkte nur wegen ihres Namens auszutauschen.

Color-Care-Produkte werden besonders interessant, wenn Farberhalt ein klarer Schwerpunkt deiner Routine ist.

Woran erkenne ich, dass meine Pflege zu reichhaltig ist?

Auch coloriertes Haar kann überpflegt beziehungsweise unnötig beschwert werden.

Wenn deine Haare nach der Pflege strähnig, schwer oder ungewöhnlich platt wirken, würde ich nicht automatisch noch mehr Maske, Öl oder Leave-in ergänzen.

Gerade feines coloriertes Haar kann eine vollkommen andere Produktmenge benötigen als kräftige, lange und chemisch stark beanspruchte Längen.

Auch hier gilt:

Mit der Menge arbeiten, die das Haar tatsächlich benötigt.

Farbschutz ist kein Wettbewerb darum, möglichst viele Schichten auf das Haar zu bringen.

Häufige Fragen zur Pflege gefärbter Haare

Welches Shampoo ist für gefärbte Haare geeignet?

Wenn Farberhalt dein Hauptziel ist, kann ein dafür formuliertes Shampoo wie das Color Protect Shampoo sinnvoll sein. Entscheidend ist aber die gesamte Formulierung und nicht nur ein einzelner Inhaltsstoff.

Wie oft darf ich gefärbte Haare waschen?

Dafür gibt es keine feste Zahl. Wasche deine Haare entsprechend dem tatsächlichen Kopfhaut- und Haarbedarf und vermeide lediglich unnötige zusätzliche Waschzyklen.

Sind Sulfate schlecht für gefärbtes Haar?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Farbfading wird von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter Tensidsystem, pH-Wert, gesamte Formulierung, Haarzustand, Wasser und Häufigkeit der Haarwäsche.

Soll ich gefärbte Haare kalt waschen?

Eiskaltes Wasser ist nicht notwendig. Angenehm lauwarmes Wasser ist eine praktikable Wahl.

Was ist der Unterschied zwischen Color Protect und Farbauffrischung?

Color Protect soll vorhandene Farbe möglichst gut erhalten. Ein Farbauffrischer gibt dem Haar dagegen wieder Pigmente beziehungsweise verändert den sichtbaren Ton.

Brauche ich Color Protect Shampoo und Conditioner zusammen?

Sie können gut miteinander kombiniert werden, müssen aber nicht zwingend als Paar verwendet werden. Entscheidend ist, welche Funktionen dein Haar tatsächlich braucht.

Wofür brauche ich das Locking Spray?

Das Locking Spray ist ein zusätzlicher Leave-in-Schritt und wird insbesondere im Zusammenhang mit Farberhalt und Schutz vor sonnenbedingtem Verblassen eingesetzt.

Ist das Locking Spray Hitzeschutz?

Einen Hitzeschutz würden wir nur dann einplanen, wenn diese Funktion für das konkrete Produkt ausdrücklich ausgewiesen ist. Sonnen-/Farbschutz und Schutz vor Stylinghitze sind nicht automatisch dasselbe.

Warum verblasst meine Haarfarbe trotz guter Pflege?

Künstliche Haarfarbe verändert sich grundsätzlich mit der Zeit. Wasser, Waschen, UV-Strahlung, Hitze, Haarzustand und die Art der verwendeten Farbe beeinflussen das Ergebnis. Pflege kann das Verblassen reduzieren beziehungsweise verlangsamen, aber nicht vollständig verhindern.

Fazit: Gute Farbpflege schützt – sie zaubert verlorene Pigmente aber nicht zurück

Das Wichtigste bei gefärbten Haaren ist zunächst zu unterscheiden, ob du deine vorhandene Farbe möglichst lange erhalten oder einen bereits ausgewaschenen Farbton wieder auffrischen möchtest.

Für den klassischen Farberhalt bildet das Color Protect Shampoo die Reinigungsbasis. Der Color Protect Conditioner ergänzt die Routine um Conditioning und bessere Kämmbarkeit. Wenn du zusätzlich einen Leave-in-Schritt gegen sonnenbedingtes Verblassen möchtest, kann das Color Protect Locking Spray sinnvoll sein.

Wenn du alle drei Funktionen miteinander kombinieren möchtest, gibt es sie auch gemeinsam im Paul Mitchell Color Protect Set.

Das heißt aber nicht, dass jede colorierte Kundin automatisch alle drei Produkte benötigt.

Genauso wichtig sind die Dinge, die keine zusätzliche Flasche brauchen: nicht unnötig häufig waschen, extreme Wassertemperaturen vermeiden, Stylinghitze vernünftig einsetzen und intensive Sonne bei empfindlichen Farbtönen mitdenken.

Und wenn dein Farbton bereits sichtbar Pigment verloren hat, solltest du nicht immer mehr Farbschutzpflege darüberlegen und auf ein Wunder hoffen. Dann geht es um einen anderen Job: Farbe auffrischen.

Wenn du noch nicht sicher bist, welche Pflege zu deinem Haarzustand passt, kannst du unseren Haarpflege-Finder nutzen.

Denn die beste Farbpflege versucht nicht, deine Haarfarbe für immer einzuschließen. Sie sorgt dafür, dass du möglichst lange Freude an dem Farbton hast, den wir gemeinsam im Salon geschaffen haben.

Deine Sophie

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