HydraSoft Glossing Treatment richtig anwenden: Glanz in 15 Sekunden?
Paul Mitchell HydraSoft Glossing Treatment richtig anwenden: Was bringt ein Glossing Treatment in 10–15 Sekunden?
Beim Wort Glossing denken die meisten zuerst an eine Behandlung beim Friseur, die eine Haarfarbe auffrischt, einen unerwünschten Ton korrigiert oder dem Blond wieder mehr Glanz gibt.
Und genau deshalb ist der Name Paul Mitchell Awapuhi Wild Ginger HydraSoft Glossing Treatment zunächst etwas verwirrend.
Denn dieses Produkt ist kein klassisches Farbglossing und keine Tönung.
Du wählst keinen Farbton aus. Es soll dein Blond nicht kühler machen, Braun nicht wärmer färben und einen Gelbstich nicht neutralisieren.
Das Ziel ist ein anderes:
mehr Glanz, mehr Geschmeidigkeit und ein glatter wirkendes Haargefühl – ohne gezielte Farbveränderung.
Und noch etwas unterscheidet das Treatment von einer klassischen Haarmaske:
Es muss laut Hersteller gerade einmal 10 bis 15 Sekunden ins Haar eingearbeitet werden.
Nicht zehn Minuten.
Nicht eine halbe Stunde.
Und definitiv nicht „am besten über Nacht“. 😉
Die wichtigste Antwort zuerst
Das Paul Mitchell Awapuhi Wild Ginger HydraSoft Glossing Treatment wird nach dem Shampoo auf dem feuchten Haar verwendet.
Überschüssiges Wasser wird vorher ausgedrückt.
Das Treatment wird zunächst in den Spitzen verteilt und anschließend durch Längen bis weiter nach oben gearbeitet.
Dann wird es ungefähr 10–15 Sekunden einmassiert beziehungsweise durchgekämmt und gründlich ausgespült.
Danach kann – je nach Haar und Bedarf – noch Conditioner verwendet werden.
Paul Mitchell empfiehlt das Treatment ungefähr ein- bis dreimal pro Woche beziehungsweise dann, wenn zusätzlicher Glanz gewünscht ist.
| Dein Ziel | Was passt eher? |
|---|---|
| mehr Glanz und Geschmeidigkeit ohne Farbveränderung | HydraSoft Glossing Treatment |
| normale Pflege nach jeder Haarwäsche | Conditioner |
| deutlich trockene Haare brauchen intensive Pflege | Treatment/Maske |
| Haarfarbe soll aufgefrischt oder verändert werden | Farbglossing/Tönung – anderer Job |
| Blond soll weniger gelb wirken | pigmentierende Pflege/Toner – anderer Job |
Damit ist die wichtigste Unterscheidung bereits gemacht:
Glossing Treatment für Glanz ist nicht automatisch dasselbe wie Glossing beim Friseur für Farbe.
Was ist das HydraSoft Glossing Treatment?
Das HydraSoft Glossing Treatment gehört zur Awapuhi Wild Ginger HydraSoft-Pflege von Paul Mitchell.
Es handelt sich um ein schnell auszuspülendes Treatment, das vor allem auf Glanz, Geschmeidigkeit und ein glatteres Finish ausgerichtet ist.
Paul Mitchell positioniert es für alle Haartypen und besonders für trockenes beziehungsweise zu Frizz neigendes Haar.
Das Spannende ist dabei die Konsistenz und Anwendung.
Es ist kein klassischer dicker Conditioner, den du mehrere Minuten im Haar lässt.
Die Anwendung ist ausgesprochen kurz.
Gerade deshalb ist es wichtig, das Produkt nicht wie eine gewöhnliche Maske zu behandeln.
Ist das HydraSoft Glossing Treatment ein echtes Glossing?
Das kommt darauf an, was du unter „Glossing“ verstehst.
Im Friseursalon wird mit Glossing häufig eine farbliche Veredelung gemeint.
Dabei können Pigmente beziehungsweise eine Tönungsformulierung verwendet werden, um zum Beispiel einen Farbton aufzufrischen, ein Blond zu veredeln oder einen unerwünschten Unterton auszugleichen.
Das HydraSoft Glossing Treatment erfüllt diesen Job nicht.
Es ist ein Pflege- und Glanztreatment.
Das Haar soll anschließend stärker glänzen und geschmeidiger wirken – ohne dass du einen Farbton auswählen musst.
Wenn du genauer wissen möchtest, worin sich professionelles Farbglossing und Tönung unterscheiden, findest du dazu unseren ausführlichen Ratgeber Glossing oder Tönung – was ist der Unterschied?.
Kann das HydraSoft Glossing Treatment meine Haarfarbe verändern?
Es ist nicht dafür gedacht, deine Haarfarbe gezielt zu verändern.
Das ist ein wichtiger Punkt.
Wenn du beispielsweise blondiert bist und einen Gelbstich neutralisieren möchtest, brauchst du eine pigmentierende beziehungsweise farbverändernde Lösung.
Wenn deine Haarfarbe dagegen schön ist, aber das Haar stumpfer und weniger glänzend wirkt, ist ein klares Glanztreatment eine völlig andere Kategorie.
Deshalb können zwei Menschen beide sagen:
„Ich brauche ein Glossing.“
und eigentlich zwei komplett verschiedene Dinge meinen.
Ist das Treatment für coloriertes Haar geeignet?
Ja.
Das HydraSoft Glossing Treatment wird von Paul Mitchell ausdrücklich als color-safe positioniert.
Damit kann es auch bei coloriertem Haar verwendet werden, wenn zusätzlicher Glanz und Geschmeidigkeit gewünscht sind.
Aber color-safe bedeutet wiederum nicht:
„Es frischt deine Farbpigmente auf.“
Der Erhalt einer bestehenden Farbe und das tatsächliche Hinzufügen neuer Pigmente sind zwei verschiedene Dinge.
Wie wende ich HydraSoft Glossing Treatment richtig an?
Wasche deine Haare zunächst wie gewohnt.
Drücke danach überschüssiges Wasser aus dem Haar.
Das ist sinnvoll, weil ein komplett durchnässtes Haar die Produktverteilung unnötig verdünnen kann.
Anschließend verteilst du das Treatment zunächst in den Spitzen und arbeitest es weiter durch die Längen.
Dann massierst beziehungsweise kämmst du es 10–15 Sekunden durch das Haar.
Danach gründlich ausspülen.
Das war es bereits.
Je nach Haarzustand kannst du anschließend noch einen Conditioner verwenden.
Wirklich nur 10–15 Sekunden?
Ja.
Und genau das ist einer der wichtigsten Punkte dieses Produktes.
Sekunden – nicht Minuten.
Wir würden daraus auch keine eigene Regel machen wie:
Wenn 15 Sekunden gut sind, sind fünf Minuten bestimmt noch besser.
Dafür gibt es keinen Grund.
Das Produkt wurde für diese kurze Anwendung entwickelt.
Bei Haarpflege gilt nicht automatisch:
längere Einwirkzeit = mehr Wirkung.
Wenn der Hersteller 10–15 Sekunden vorgibt, sollte man nicht aus Gewohnheit eine halbe Stunde daraus machen.
Kann ich das Glossing Treatment länger einwirken lassen?
Wir würden uns an die vorgesehene Anwendung halten.
Mehr Einwirkzeit ist nicht automatisch mehr Glanz.
Gerade bei einer hoch konzentrierten beziehungsweise speziell für eine sehr kurze Anwendung konzipierten Rinse-out-Formulierung gibt es keinen sinnvollen Grund, sie wie eine klassische Haarmaske zu verwenden.
Warum wird das Treatment beim Auftragen warm?
Bei der Anwendung kann eine leichte Wärmeentwicklung spürbar sein.
Darauf weist Paul Mitchell selbst hin.
Das ist deshalb zunächst kein Grund zur Sorge, solange es sich um die beschriebene leichte Wärme handelt und deine Haut beziehungsweise Kopfhaut das Produkt normal verträgt.
Wichtig ist aber auch:
Diese Wärme ist kein Beweis dafür, dass dein Haar gerade „von innen repariert“ wird.
Manche kosmetische Formulierungen können beim Kontakt mit Wasser beziehungsweise durch ihre Zusammensetzung Wärme entwickeln.
Das Haar muss nicht heiß werden, damit ein Treatment funktioniert.
Muss es warm werden, damit es wirkt?
Nein.
Du musst nicht darauf warten, dass du unbedingt einen starken Wärmeeffekt spürst.
Die Herstellerinformation sagt, dass eine leichte Wärme auftreten kann.
Das ist etwas anderes als:
„Wenn es nicht warm wird, funktioniert das Produkt nicht.“
Muss nach dem Glossing Treatment Conditioner verwendet werden?
Nicht zwingend.
Paul Mitchell gibt ausdrücklich an, dass anschließend bei Bedarf der HydraSoft Conditioner verwendet werden kann.
Und genau so würden wir es auch betrachten.
Wenn sich dein Haar nach dem Treatment bereits weich, geschmeidig und ausreichend gepflegt anfühlt, musst du nicht zwangsläufig noch mehr Produkte darüberlegen.
Wenn deine Längen dagegen deutlich trocken beziehungsweise kräftiger sind und zusätzliche Conditioningpflege benötigen, kann ein Conditioner anschließend sinnvoll sein.
Treatment oder Conditioner – was ist der Unterschied?
Das HydraSoft Glossing Treatment ist vor allem der zusätzliche Glanz- und Geschmeidigkeitsschritt.
Der Conditioner ist die klassische Pflege nach dem Shampoo.
Ein Conditioner besitzt also eher den Job:
regelmäßige Conditioningbasis.
Das Glossing Treatment:
zusätzlicher Glanz und ein glatteres Finish.
Sie können gemeinsam verwendet werden.
Sie müssen aber nicht automatisch bei jeder Haarwäsche übereinandergeschichtet werden.
Welche Reihenfolge ist richtig?
Wenn du alle drei Produkte verwendest, lautet die Reihenfolge grundsätzlich:
Shampoo → HydraSoft Glossing Treatment → Conditioner nach Bedarf.
Nicht erst Conditioner und danach das Glossing Treatment.
Das Glossing Treatment wird nach dem Shampoo eingesetzt und wieder ausgespült.
Anschließend entscheidest du, ob dein Haar noch Conditioner benötigt.
Wie oft darf ich das HydraSoft Glossing Treatment verwenden?
Paul Mitchell empfiehlt ungefähr ein- bis dreimal pro Woche oder immer dann, wenn zusätzlicher Glanz gewünscht wird.
Das bedeutet trotzdem nicht, dass jeder Mensch drei Anwendungen pro Woche braucht.
Wenn du nur zweimal pro Woche deine Haare wäschst und dein Haar nach einer Behandlung bereits hervorragend aussieht, musst du nicht versuchen, irgendwie drei Anwendungen unterzubringen. 😉
Die Frequenz sollte zu deiner tatsächlichen Haarwäsche und deinem Haargefühl passen.
Ist das HydraSoft Glossing Treatment für feines Haar geeignet?
Ja.
Paul Mitchell positioniert es ausdrücklich für alle Haarstrukturen – von fein bis kräftig.
Bei feinem Haar ist allerdings wieder die Dosierung wichtig.
Der Hersteller gibt sogar eine konkrete Orientierung:
Für feine bis mittlere Haarstrukturen wird ungefähr eine Markierung beziehungsweise Linie auf der Flasche als durchschnittliche Menge genannt.
Für langes, dickes beziehungsweise kräftigeres Haar entsprechend mehr.
Das ist deutlich sinnvoller als die typische Haarpflegeanweisung:
„Großzügig auftragen.“
Bei feinem Haar ist großzügig nämlich oft genau der Punkt, an dem ein schönes Pflegeergebnis in beschwertes Haar kippt.
Beschwert das Glossing Treatment feines Haar?
Das Produkt ist gerade auf Glanz ohne unnötige Schwere ausgelegt.
Trotzdem besitzt auch ein leichtes Treatment eine Dosierungsgrenze.
Wenn du bei sehr feinem Haar viel mehr verwendest als nötig und anschließend zusätzlich mehrere reichhaltige Produkte schichtest, kann das Gesamtergebnis natürlich schwerer werden.
Deshalb würden wir beim ersten Einsatz lieber kontrolliert beginnen.
Kann ich bei feinem Haar danach Conditioner weglassen?
Wenn das Haar nach dem Treatment bereits ausreichend geschmeidig ist, kann es sinnvoll sein, nicht automatisch noch mehr Pflege darüberzugeben.
Das muss individuell entschieden werden.
Wenn dein feines Haar trotz Glossing Treatment noch trocken beziehungsweise schwer kämmbar ist, kann Conditioner weiterhin notwendig sein.
Die Regel lautet also nicht:
„Feines Haar darf danach keinen Conditioner.“
Sondern:
Nur so viel Pflege verwenden, wie tatsächlich benötigt wird.
Ist das Treatment für dickes oder trockenes Haar geeignet?
Ja.
Besonders trockenes beziehungsweise frizziges Haar gehört sogar zu den Haartypen, für die Paul Mitchell das Treatment besonders positioniert.
Bei langen, dichten oder kräftigeren Haaren kann entsprechend eine größere Produktmenge benötigt werden.
Hier nennt der Hersteller ungefähr zwei bis drei Dosiermarkierungen als Orientierung.
Auch das ist aber nur ein Ausgangspunkt.
Sehr lang bedeutet nicht automatisch extrem trocken.
Und sehr dick bedeutet nicht automatisch, dass möglichst viel Produkt notwendig ist.
Hilft das Treatment gegen Frizz?
Ein glatteres und besser konditioniertes Haar kann ruhiger und weniger frizzig wirken.
Deshalb ist das Produkt durchaus für zu Frizz neigendes Haar interessant.
Trotzdem lösen wir Frizz nicht auf ein einziges Pflegeproblem herunter.
Luftfeuchtigkeit, Haarstruktur, chemische Behandlung, Stylingtechnik und Haarzustand können alle eine Rolle spielen.
Wenn du starken Frizz hauptsächlich beim Föhnen beziehungsweise durch Luftfeuchtigkeit bekommst, kann ein spezielles Smoothingprodukt zusätzlich zielgerichteter sein.
Macht das Treatment die Haare spiegelglatt?
Paul Mitchell beschreibt einen sehr starken beziehungsweise „glass-like“ Glanz.
Was du tatsächlich siehst, hängt aber immer von deiner Ausgangslage ab.
Glanz ist optisch besonders stark, wenn Licht möglichst gleichmäßig von der Haaroberfläche reflektiert wird.
Eine glatter beziehungsweise gleichmäßiger wirkende Oberfläche kann deshalb glänzender aussehen.
Aber stark geschädigtes, sehr lockiges oder sehr strukturreiches Haar wird durch ein 15-Sekunden-Treatment nicht automatisch aussehen wie vollkommen glattes, unbehandeltes Haar.
Wir würden deshalb eher von mehr reflektierendem Glanz und einem geschmeidigeren Finish sprechen als von einem garantierten Spiegel für jeden Haartyp.
Warum glänzen glatte Haare stärker?
Glanz ist zu einem großen Teil ein optischer Effekt.
Je gleichmäßiger Licht von einer Haaroberfläche reflektiert wird, desto stärker kann das Haar glänzen.
Eine sehr raue beziehungsweise ungleichmäßige Oberfläche streut Licht stärker.
Deshalb können Conditioningprodukte, die das Haar glatter und geschmeidiger erscheinen lassen, gleichzeitig den sichtbaren Glanz verbessern.
Das bedeutet aber nicht, dass die Haarschuppenschicht wie eine Tür „komplett geschlossen“ werden muss.
Solche vereinfachten Bilder führen schnell zu falschen Vorstellungen darüber, wie Haarpflege funktioniert.
Repariert das HydraSoft Glossing Treatment poröses Haar?
Hier würden wir sehr vorsichtig formulieren.
Paul Mitchell beschreibt das Produkt mit einer ausgleichenden Wirkung auf unterschiedliche Porosität und mit einer glatteren Haaroberfläche.
Kosmetisch ist das nachvollziehbar:
Conditioningstoffe können sich an beanspruchten Haarbereichen anlagern, Reibung reduzieren und das Haar gleichmäßiger, geschmeidiger und besser kämmbar erscheinen lassen.
Das bedeutet aber nicht, dass eine chemisch geschädigte Haarfaser vollständig wieder in ihren unbehandelten Ursprungszustand zurückversetzt wird.
Porosität optisch und sensorisch ausgleichen ist nicht dasselbe wie zerstörte Haarstruktur biologisch heilen.
Was hat es mit dem Alcohol Denat. in der INCI auf sich?
Das ist wahrscheinlich eine der Fragen, die beim Lesen der Inhaltsstoffe sofort auffällt.
Alcohol Denat. steht bei der aktuellen Formulierung sehr weit vorne.
Daraus könnte man vorschnell ableiten:
„Alkohol steht an erster Stelle – also muss das Treatment die Haare austrocknen.“
So einfach lässt sich eine fertige kosmetische Formulierung aber nicht bewerten.
Das Produkt besteht nicht aus einem einzelnen Inhaltsstoff.
Es enthält daneben unter anderem Feuchthalte-, Conditioning- und filmbildende Komponenten sowie Öle und weitere Pflegebestandteile.
Außerdem handelt es sich um ein Rinse-out-Treatment mit extrem kurzer Kontaktzeit.
Wir beurteilen deshalb lieber die gesamte Formulierung und das vorgesehene Anwendungssystem als einen einzelnen Stoff isoliert.
Aber kann Alkohol Haare austrocknen?
Bestimmte Alkohole und Anwendungen können Haar beziehungsweise Haut durchaus trockener wirken lassen.
Das bedeutet trotzdem nicht, dass jedes Produkt, das Alcohol Denat. enthält, automatisch austrocknend wirkt.
Konzentration, weitere Inhaltsstoffe, Kontaktzeit, Anwendung und Ausgangszustand spielen zusammen.
Deshalb würden wir weder sagen:
„Alkohol ist grundsätzlich schlecht.“
noch:
„Alkohol kann niemals austrocknen.“
Beides wäre zu pauschal.
Ist das HydraSoft Glossing Treatment eine Lamellar Water Behandlung?
Die sehr flüssige Konsistenz, kurze Anwendung und das leichte Wärmegefühl erinnern an die Produktkategorie, die häufig als Lamellar Water beziehungsweise Liquid Treatment bezeichnet wird.
Für unsere Beratung ist die genaue Marketingkategorie allerdings weniger wichtig als die konkrete Herstelleranweisung.
Das Entscheidende ist:
Es ist kein klassischer dicker Conditioner und keine mehrminütige Haarmaske, sondern ein sehr schnell auszuspülender zusätzlicher Treatment-Schritt.
Kann ich es statt einer Haarmaske verwenden?
Wenn dein Ziel hauptsächlich mehr Glanz und Geschmeidigkeit ist, kann das Glossing Treatment genau passen.
Bei deutlich stärkerem Pflegebedarf erfüllt eine intensive Maske beziehungsweise ein anderes Treatment aber einen anderen Job.
Innerhalb der Awapuhi-Wild-Ginger-Pflege existieren deshalb auch unterschiedliche Behandlungstypen.
Ein 10–15-Sekunden-Glossing und eine mehrminütige Intensivpflege sollten nicht einfach als dasselbe Produkt mit unterschiedlicher Verpackung betrachtet werden.
HydraSoft Glossing Treatment oder Intensive Treatment?
Das Glossing Treatment fokussiert besonders auf schnellen Glanz, Geschmeidigkeit und Finish.
Eine klassische Intensive Treatment Maske ist stärker der intensiveren Pflege beziehungsweise Conditioningbehandlung zuzuordnen und besitzt entsprechend eine längere Einwirkzeit.
Wenn deine Haare stumpf wirken, aber grundsätzlich gut gepflegt sind, kann Glossing sehr interessant sein.
Wenn deine Haare deutlich trocken, stark beansprucht oder chemisch geschädigt sind, sollte die gesamte Pflegeroutine betrachtet werden und ein intensiveres Treatment kann sinnvoller sein.
HydraSoft Glossing Treatment oder Farbglossing beim Friseur?
Das sind zwei unterschiedliche Dienstleistungen beziehungsweise Produktziele.
Das HydraSoft Treatment verändert deine Haarfarbe nicht gezielt.
Ein professionelles Farbglossing kann dagegen beispielsweise:
einen Ton auffrischen, Wärme verstärken oder reduzieren, Blond veredeln oder eine Farbe nuancieren.
Wenn dein Problem lautet:
„Meine Haare glänzen nicht.“
kann ein Pflegegloss interessant sein.
Wenn dein Problem lautet:
„Mein Blond ist zu gelb“
oder
„Meine Tönung ist herausgewaschen“
brauchst du einen anderen Lösungsweg.
Warum ein professionelles Glossing mit der Zeit wieder verblasst, erklären wir ausführlich in unserem Artikel Warum wäscht sich Glossing so schnell raus?.
Kann ich das Treatment direkt nach einer Coloration verwenden?
Das Produkt wird als für coloriertes Haar geeignet positioniert.
Wenn deine Coloration allerdings gerade professionell durchgeführt wurde und dir dein Friseur konkrete Nachpflegevorgaben gegeben hat, würden wir diese immer berücksichtigen.
Bei besonderen Farbtechniken beziehungsweise Spezialbehandlungen können individuelle Pflegehinweise wichtiger sein als eine allgemeine Produktregel.
Ist es für blondiertes Haar geeignet?
Grundsätzlich ja.
Gerade blondiertes Haar kann durch eine rauere Oberfläche weniger gleichmäßig glänzen und stärkeren Conditioningbedarf besitzen.
Ein Glanztreatment kann das kosmetische Haargefühl und Finish verbessern.
Es ersetzt aber auch hier keine komplette Blond- beziehungsweise Repairpflege, wenn die Haarstruktur deutlich beansprucht ist.
Macht es Gelbstich weg?
Nein.
Dafür brauchst du Pigmente beziehungsweise eine entsprechende Toner- oder Violettpflege.
Mehr Glanz kann die Farbe optisch schöner wirken lassen.
Aber ein Glanztreatment ohne gezielten Farbton neutralisiert einen unerwünschten Gelbstich nicht einfach.
Kann ich es bei Naturhaar verwenden?
Ja.
Du brauchst keine Coloration, um ein Glanztreatment zu verwenden.
Wenn unbehandeltes Haar stumpfer beziehungsweise weniger geschmeidig wirkt und du dir zusätzlichen Glanz wünschst, kann das Produkt ebenfalls eingesetzt werden.
Kann man es auf die Kopfhaut geben?
Die aktuelle Paul-Mitchell-Anwendung beschreibt, dass das Treatment von den Spitzen aus durch die Längen weiter nach oben gearbeitet werden kann.
Wir würden es trotzdem nicht unnötig auf der Kopfhaut sammeln oder dort wie ein Kopfhautserum einmassieren.
Es ist ein Haarbehandlungstreatment, kein spezielles Scalp Treatment.
Besonders bei empfindlicher Kopfhaut sollte man sich genau an die Produktanweisung halten und bei Reizungen die Anwendung beenden.
Ist das leichte Wärmegefühl auf der Kopfhaut normal?
Eine leichte Wärme kann laut Hersteller während der Anwendung auftreten.
Starkes Brennen, unangenehme Reizung oder Schmerzen sind allerdings etwas anderes.
Kosmetik muss nicht weh tun, um zu wirken.
Wenn sich ein Produkt unangenehm beziehungsweise stark reizend anfühlt, sollte es ausgespült und nicht einfach „ausgehalten“ werden.
Kann ich es täglich benutzen?
Der Hersteller empfiehlt ein- bis dreimal wöchentlich beziehungsweise bei zusätzlichem Glanzbedarf.
Daraus würden wir keine tägliche Anwendung machen.
Wenn dein Haar jeden Tag eine zusätzliche Treatment-Schicht benötigt, lohnt sich eher die Frage, ob die grundlegende Pflege passend aufgebaut ist.
Brauche ich die komplette HydraSoft-Serie?
Nein.
Du musst nicht automatisch Shampoo, Conditioner, Glossing Treatment und weitere HydraSoft-Produkte gemeinsam kaufen, nur weil sie zu einer Serie gehören.
Produkte sollten einen nachvollziehbaren Job erfüllen.
Wenn dein Shampoo bereits perfekt funktioniert und du nur einen zusätzlichen Glanzschritt suchst, kann das Glossing Treatment einzeln interessant sein.
Wenn du dagegen insgesamt unter trockenem, frizzigem Haar leidest, kann eine abgestimmte Routine sinnvoller sein.
Aber Serie besitzen ist kein Pflegeziel.
Die häufigsten Fehler beim HydraSoft Glossing Treatment
Der größte Fehler ist wahrscheinlich, aus den vorgesehenen 10–15 Sekunden zehn Minuten zu machen, weil man von klassischen Haarmasken eine lange Einwirkzeit gewohnt ist.
Ebenso häufig wird das Produkt mit einem farbverändernden Salon-Glossing verwechselt.
Ein weiterer Fehler ist unnötiges Layering: Glossing Treatment, Conditioner, Maske, Leave-in, Öl und Serum müssen nicht nach jeder Haarwäsche gemeinsam verwendet werden.
Und gerade bei feinem Haar sollte auch ein leichtes Treatment passend dosiert werden.
Häufige Fragen zum Paul Mitchell HydraSoft Glossing Treatment
Wie lange muss HydraSoft Glossing Treatment einwirken?
Laut aktueller Herstelleranwendung wird es ungefähr 10–15 Sekunden ins Haar einmassiert beziehungsweise durchgekämmt und anschließend gründlich ausgespült.
Sind wirklich Sekunden und nicht Minuten gemeint?
Ja. Die vorgesehene Anwendung ist außergewöhnlich kurz.
Wie oft kann ich das Treatment verwenden?
Paul Mitchell empfiehlt ungefähr ein- bis dreimal pro Woche beziehungsweise dann, wenn zusätzlicher Glanz gewünscht wird.
Muss ich danach Conditioner benutzen?
Nicht zwingend. Conditioner kann laut Hersteller nach Haartyp und Bedarf anschließend verwendet werden.
Kommt das Glossing Treatment vor oder nach Conditioner?
Vor dem Conditioner: Shampoo → Glossing Treatment → ausspülen → Conditioner bei Bedarf.
Ist es eine Haarmaske?
Nicht im klassischen Sinne. Es handelt sich um ein sehr schnell auszuspülendes Glanztreatment mit einer deutlich kürzeren Anwendung als eine typische Intensivmaske.
Ist es ein Farbglossing?
Nein. Es ist nicht dafür gedacht, deine Haarfarbe gezielt zu tönen beziehungsweise einen Farbton zu verändern.
Hilft es gegen Gelbstich?
Nicht gezielt. Dafür ist eine pigmentierende beziehungsweise violette Pflege erforderlich.
Kann ich es auf blondiertem Haar verwenden?
Grundsätzlich ja. Es kann Glanz und Geschmeidigkeit unterstützen, ersetzt aber bei stärker beanspruchtem Blond keine vollständige Repairpflege.
Ist es für coloriertes Haar geeignet?
Ja. Es wird als color-safe positioniert.
Ist es für feines Haar geeignet?
Ja. Die Dosierung sollte an die Haarmenge angepasst werden; für feinere bis mittlere Strukturen nennt Paul Mitchell eine kleinere Produktmenge als für langes, dickes oder kräftiges Haar.
Warum wird es warm?
Eine leichte Wärme kann bei der vorgesehenen Anwendung durch die Formulierung entstehen. Sie ist kein Beweis für eine „Reparatur von innen“.
Muss es warm werden?
Nein. Eine leichte Wärme kann auftreten, ist aber keine Voraussetzung, die du aktiv erzeugen musst.
Enthält das Treatment Alkohol?
Ja, Alcohol Denat. steht in der aktuellen Referenz-INCI weit vorne. Daraus allein lässt sich die Wirkung der gesamten Rinse-out-Formulierung jedoch nicht beurteilen.
Macht das Treatment die Haare schwer?
Es ist auf Glanz ohne unnötige Schwere ausgelegt. Zu viel Produkt beziehungsweise zu viele zusätzliche Pflegeschichten können besonders feines Haar trotzdem beschweren.
Fazit: HydraSoft Glossing Treatment ist ein Glanz-Treatment – kein Farbglossing in der Flasche
Das Paul Mitchell Awapuhi Wild Ginger HydraSoft Glossing Treatment ist vor allem dann interessant, wenn deine Haare stumpf, rau beziehungsweise weniger glänzend wirken, du aber nicht automatisch eine farbverändernde Behandlung brauchst.
Seine Besonderheit liegt in der extrem kurzen Anwendung:
nach dem Shampoo auftragen, 10–15 Sekunden einarbeiten, gründlich ausspülen.
Conditioner kommt anschließend nur dazu, wenn dein Haar ihn tatsächlich benötigt.
Gerade bei feinem Haar ist das interessant, weil man einen zusätzlichen Glanzschritt einbauen kann, ohne automatisch mehrere schwere Treatments übereinanderzulegen.
Und ganz wichtig:
Wenn du mit „Glossing“ eigentlich meinst, dass dein Blond kühler, dein Braun satter oder deine Haarfarbe wieder frischer werden soll, sprechen wir über einen anderen Job.
Dann hilft dir unser Ratgeber Glossing oder Tönung – was ist der Unterschied? bei der Einordnung.
Wenn dein Ziel dagegen lautet:
„Meine Haarfarbe gefällt mir – ich möchte einfach mehr Glanz, Geschmeidigkeit und ein glatteres Finish“,
dann ist genau dafür das HydraSoft Glossing Treatment die interessantere Kategorie.
Wenn du generell noch nicht weißt, welche Pflegeintensität beziehungsweise Produktart zu deinem Haar passt, kannst du außerdem unseren Haarpflege-Finder nutzen.
Deine Lissi & Sophie
Lissi Weber – professionelle Haarpflege und Friseurwissen aus unserem Salon in Schweinfurt