Leave-in Conditioner oder normaler Conditioner? The Conditioner, The Detangler oder 15-in-1 – was passt zu deinem Haar?

Leave-in Conditioner oder normaler Conditioner? The Conditioner, The Detangler oder 15-in-1 – was passt zu deinem Haar?

Bei Conditioner scheint die Sache eigentlich klar: Nach dem Shampoo kommt die Spülung ins Haar, sie wird kurz einwirken gelassen und anschließend wieder ausgespült. Dann steht aber plötzlich ein Produkt namens The Conditioner vor dir, das überhaupt nicht ausgespült werden soll. Gleichzeitig heißt ein anderes Produkt The Detangler, klingt also eher nach einem Leave-in-Spray zum Entwirren – ist tatsächlich aber ein klassischer Conditioner für die Dusche.

Und dann gibt es mit dem Paul Mitchell 15-in-1 Spray noch ein weiteres Leave-in, das zusätzlich mehrere Pflege-, Styling- und Schutzfunktionen miteinander verbindet.

Spätestens hier reicht die Frage „Welcher Conditioner ist besser?“ nicht mehr aus.

Entscheidend ist vielmehr, an welcher Stelle deiner Haarpflege du Unterstützung brauchst. Möchtest du das Haar während der Wäsche geschmeidiger und leichter kämmbar machen? Brauchen deine Längen nach dem Ausspülen noch zusätzliche Pflege? Möchtest du möglichst wenig Produkte verwenden und Pflege, Entwirren und Hitzeschutz miteinander verbinden?

Genau danach solltest du zwischen Rinse-out Conditioner, Leave-in Conditioner und Multitasking-Spray auswählen.

Alle aktuell verfügbaren Produkte der Serie findest du gesammelt in unserer Paul Mitchell Classic Kollektion.

The Detangler, The Conditioner oder 15-in-1 – was ist der Unterschied?

Die drei Produkte lassen sich am einfachsten danach unterscheiden, wann sie verwendet werden und ob sie wieder ausgespült werden.

Produkt Wann verwenden? Ausspülen? Besonders interessant, wenn …
The Detangler nach dem Shampoo unter der Dusche Ja du einen klassischen Conditioner zum Entwirren und Pflegen möchtest
The Conditioner nach der Haarwäsche im feuchten Haar Nein du eine klassische zusätzliche Leave-in-Pflege möchtest
15-in-1 Spray nach der Haarwäsche im feuchten Haar Nein du Leave-in-Pflege, Entwirren und mehrere Zusatzfunktionen inklusive Hitzeschutz kombinieren möchtest

Damit wird bereits deutlich: The Conditioner und The Detangler sind trotz ihrer Namen beinahe das Gegenteil von dem, was viele zunächst erwarten würden.

The Conditioner bleibt im Haar.

The Detangler wird ausgespült.

Und 15-in-1 ist wiederum kein klassischer Conditioner für die Dusche, sondern ein Multifunktions-Leave-in.

Was ist ein normaler Rinse-out Conditioner?

Mit einem normalen Conditioner meinen wir zunächst die klassische Spülung nach dem Shampoo.

Du wäschst deine Haare, spülst das Shampoo vollständig aus, gibst den Conditioner vor allem in Längen und Spitzen und spülst auch ihn anschließend wieder aus.

Conditioner sollen unter anderem dafür sorgen, dass sich die Haaroberfläche geschmeidiger verhält, weniger Reibung entsteht und das Haar leichter entwirrt und gekämmt werden kann.

Gerade dieser Punkt ist im Alltag viel wichtiger als komplizierte Erklärungen darüber, ein Conditioner würde angeblich die Schuppenschicht „wie eine Tür schließen“.

Pflegeprodukte können die Oberfläche und das Haargefühl beeinflussen, Reibung reduzieren und die Kämmbarkeit verbessern. Ein Conditioner macht eine bereits chemisch stark veränderte Haarfaser dadurch aber nicht biologisch wieder zu unbehandeltem Haar.

Für die tägliche Haarpflege ist das auch gar nicht notwendig. Wenn sich die Haare nach dem Waschen leichter entwirren lassen, weniger ineinander verhaken und geschmeidiger anfühlen, erfüllt ein Conditioner bereits eine sehr wichtige Aufgabe.

The Detangler: der Conditioner, der tatsächlich ausgespült wird

Paul Mitchell The Detangler ist innerhalb der Classic-Serie der klassische Rinse-out-Conditioner.

Er wird nach dem Shampoo angewendet und anschließend wieder ausgespült.

Paul Mitchell positioniert ihn insbesondere für mittelkräftiges bis kräftigeres beziehungsweise coloriertes Haar, bei dem Entwirren und Conditioning eine größere Rolle spielen.

Der Name kann trotzdem verwirrend sein, weil „Detangler“ heute häufig mit Sprays verbunden wird, die nach dem Duschen ins feuchte Haar gegeben werden und dort bleiben.

Das ist bei diesem Produkt nicht der Fall.

Detangling beschreibt hier die Funktion – nicht die Produktform.

Ein Produkt kann also sehr gut beim Entwirren helfen und trotzdem ein ganz normaler Conditioner zum Ausspülen sein.

Ist ein Detangler immer ein Leave-in?

Nein.

Genau das ist eine der Regeln, die man sich aus diesem Artikel merken kann.

Bezeichnungen wie „Detangler“, „Conditioner“, „Treatment“ oder „Spray“ sagen nicht automatisch, an welcher Stelle ein Produkt verwendet wird und ob es ausgespült werden muss.

Deshalb sollte bei Haarpflege immer die konkrete Anwendung des jeweiligen Produkts wichtiger sein als die Kategorie, in die wir es gedanklich einsortieren.

Bei The Detangler bedeutet das ganz klar:

Nach der Haarwäsche verwenden, Haare entwirren und den Conditioner anschließend ausspülen.

The Conditioner: ein Conditioner, der im Haar bleibt

Jetzt kommt die genau umgekehrte Überraschung.

Paul Mitchell The Conditioner ist trotz seines sehr klassischen Namens ein Leave-in Conditioner.

Er wird in kleiner Menge in das gewaschene, feuchte Haar gegeben, verteilt beziehungsweise durchgekämmt und nicht wieder ausgespült.

Damit erfüllt er eine andere Aufgabe als The Detangler.

Während The Detangler zur Pflege während der Haarwäsche gehört, bleibt The Conditioner anschließend im Haar und unterstützt die Haare bis zur nächsten Wäsche.

Wenn du also im Shop einfach nur die beiden Namen liest, könntest du leicht das falsche Anwendungsschema wählen.

Darum würden wir die Entscheidung niemals über den Namen treffen, sondern über die Frage:

Brauche ich meine Pflege unter der Dusche oder zusätzlich danach im Haar?

Was bringt ein Leave-in Conditioner?

Ein Leave-in ist eine Pflege, die nach der Haarwäsche im Haar verbleibt.

Das kann besonders interessant sein, wenn sich deine Haare nach Shampoo und normalem Conditioner zwar grundsätzlich gut anfühlen, aber beim Entwirren, Föhnen oder im Laufe des Tages trotzdem zusätzliche Unterstützung brauchen.

Leave-ins können je nach Produkt unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Manche konzentrieren sich hauptsächlich auf Conditioning und Kämmbarkeit, andere kombinieren Pflege mit Frizzkontrolle, Stylingvorbereitung oder Hitzeschutz.

Deshalb ist auch „Leave-in“ keine einzelne Wirkstoffklasse.

Es beschreibt zunächst hauptsächlich die Art der Anwendung: Das Produkt bleibt im Haar.

Was es darüber hinaus kann, muss immer beim konkreten Produkt geprüft werden.

Brauche ich normalen Conditioner UND Leave-in Conditioner?

Nicht automatisch.

Das ist einer der wichtigsten Punkte des gesamten Artikels.

Nur weil Rinse-out Conditioner und Leave-in Conditioner unterschiedliche Aufgaben erfüllen können, heißt das nicht, dass jeder Mensch nach jeder Haarwäsche zwingend beide braucht.

Wenn dein Haar nach einem normalen Conditioner weich, gut kämmbar und problemlos zu stylen ist, musst du nicht aus Prinzip noch ein Leave-in darübergeben.

Wenn du dagegen merkst, dass deine Längen nach dem Ausspülen schnell wieder rau werden, sich beim Föhnen stark verheddern oder mehr Geschmeidigkeit benötigen, kann ein Leave-in als zusätzlicher Schritt sinnvoll sein.

Andersherum kann es bei manchen feinen Haaren auch funktionieren, die gesamte Routine besonders leicht zu halten und nur genau die Pflege einzusetzen, die tatsächlich gebraucht wird.

Die Entscheidung lautet deshalb nicht:

„Was gehört zwingend in eine vollständige Routine?“

Sondern:

„Welche Aufgabe ist nach meinem bisherigen Pflegeschritt noch offen?“

Wann würde ich The Detangler und The Conditioner kombinieren?

Wenn dein Haar während der Haarwäsche einen Rinse-out Conditioner benötigt und sich anschließend trotzdem zusätzliche Leave-in-Pflege wünscht, können beide Produkte unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

Du verwendest dann The Detangler in der Dusche, spülst ihn wieder aus und gibst anschließend eine kleine Menge The Conditioner in das feuchte Haar.

Das kann beispielsweise bei längeren, trockeneren, colorierten oder generell pflegebedürftigeren Haaren interessant sein.

Aber auch hier würde ich nicht automatisch maximal layern.

Wenn The Detangler allein bereits vollkommen ausreicht, ist die Routine fertig.

Wann würde ich nur The Conditioner verwenden?

Das hängt stark vom Haar und vom restlichen Pflegeprogramm ab.

The Conditioner kann besonders interessant sein, wenn du nach der Haarwäsche eine unkomplizierte Leave-in-Pflege möchtest und dein Haar nicht mehrere übereinanderliegende Pflegeschichten benötigt.

Gerade bei feinerem Haar kann eine reduzierte Routine sinnvoll sein, solange das Haar damit ausreichend geschmeidig und kämmbar bleibt.

Das bedeutet aber nicht, dass wir pauschal empfehlen würden, jeden Rinse-out Conditioner durch ein Leave-in zu ersetzen.

Dafür unterscheiden sich Haarzustand, Haarstärke und konkrete Produktformeln zu sehr.

Und wo kommt das 15-in-1 Spray ins Spiel?

Mit dem Paul Mitchell 15-in-1 Spray bekommen wir einen dritten Weg.

Auch dieses Produkt bleibt nach der Anwendung im Haar.

Es ist aber nicht einfach nur eine andere Verpackung von The Conditioner, sondern als Multitasking-Leave-in konzipiert.

Das Spray verbindet mehrere Aufgaben miteinander. Dazu gehören unter anderem Pflege und Entwirren sowie zusätzliche Schutz- und Stylingfunktionen.

Besonders relevant ist dabei der ausdrücklich ausgewiesene Hitzeschutz bis 230 °C.

Damit kann 15-in-1 sinnvoll sein, wenn du nicht nur zusätzliche Leave-in-Pflege möchtest, sondern mehrere Funktionen in einem Produkt bündeln willst.

Das bedeutet aber ebenfalls nicht:

15 Funktionen sind automatisch besser als eine.

Wenn dein Haar nur zusätzliche Geschmeidigkeit braucht und du gar keinen Hitzeschutz oder weitere Stylingfunktionen suchst, kann ein klassisches Leave-in genauso gut die passendere Entscheidung sein.

The Conditioner oder 15-in-1 – was ist besser?

Keines der beiden Produkte ist allgemein besser.

Beide bleiben im Haar, verfolgen aber einen etwas anderen Ansatz.

The Conditioner ist für uns der klassischere Leave-in-Pflegepfad. Wenn du zusätzliche Conditioningpflege und Geschmeidigkeit möchtest, ohne daraus eine große Multitasking-Routine zu machen, ist er interessant.

15-in-1 wird interessanter, wenn du mehrere Aufgaben gleichzeitig lösen möchtest – etwa Pflege, Entwirren, Stylingvorbereitung und einen ausgewiesenen Hitzeschutz.

Gerade bei feinem Haar kann ein Spray außerdem praktisch sein, weil sich die Menge relativ gezielt dosieren und verteilen lässt.

Trotzdem entscheidet am Ende nicht allein die Darreichungsform.

Ein Spray kann überdosiert werden, genauso wie eine Leave-in-Creme sehr sparsam verwendet werden kann.

Ist ein Spray automatisch leichter als eine Leave-in-Creme?

Nein.

Das ist zwar eine praktische erste Orientierung, aber keine allgemeingültige Regel.

Sprays lassen sich häufig sehr fein verteilen. Das kann bei Haaren, die schnell beschwert werden, ein Vorteil sein.

Wie leicht oder reichhaltig sich ein Produkt tatsächlich verhält, hängt aber von der gesamten Formulierung und von der verwendeten Menge ab.

Deshalb würden wir nicht sagen:

Feines Haar = immer Spray. Kräftiges Haar = immer Creme.

Beim feinen Haar beginnt man einfach besonders vorsichtig und schaut, welche Menge ausreicht.

Leave-in Conditioner bei feinem Haar – ja oder nein?

Ja, feines Haar darf selbstverständlich Leave-in verwenden.

Die entscheidende Frage ist die Dosierung.

Feine Haare zeigen Überpflege häufig schneller. Zu viel Leave-in kann dazu führen, dass das Haar an Bewegung verliert, schwerer fällt oder schneller belegt beziehungsweise fettig wirkt.

Das heißt aber nicht, dass das Produkt grundsätzlich ungeeignet ist.

Beginne mit einer kleinen Menge und konzentriere dich vor allem auf die Bereiche, die tatsächlich Pflege benötigen.

Meistens sind das die Längen und Spitzen und nicht automatisch die komplette Kopfhaut.

Wenn deine Spitzen anschließend leichter kämmbar und geschmeidiger sind, dein Ansatz aber locker bleibt, hast du deutlich mehr erreicht als mit einer großen Menge Produkt von der Wurzel bis zur Spitze.

Welches Produkt bei mittelkräftigem oder kräftigem Haar?

Wenn dein Haar kräftiger, länger oder coloriert ist und insbesondere beim Entwirren mehr Unterstützung benötigt, wird The Detangler als Rinse-out Conditioner besonders interessant.

Du kannst danach immer noch beurteilen, ob dir zusätzliche Leave-in-Pflege fehlt.

Wenn das Haar nach dem Ausspülen bereits geschmeidig und problemlos kämmbar ist, musst du nicht zwingend weiter layern.

Wenn die Längen dagegen beim Styling noch zusätzliche Pflege benötigen, kannst du anschließend The Conditioner oder – bei entsprechendem Funktionsbedarf – das 15-in-1 Spray ergänzen.

So entsteht keine starre Routine nach Haartyp, sondern eine Pflege, die Schritt für Schritt nur vorhandene Bedürfnisse ergänzt.

Kann ich meinen normalen Conditioner einfach im Haar lassen?

Nein – jedenfalls nicht, wenn das Produkt ausdrücklich zum Ausspülen gedacht ist.

Das ist ein häufiger DIY-Tipp: etwas normalen Conditioner mit Wasser verdünnen, in eine Sprühflasche geben und daraus einen eigenen Leave-in machen.

Davon würden wir abraten.

Rinse-out Conditioner und Leave-in Conditioner werden für unterschiedliche Anwendungen entwickelt. Wenn auf deinem Conditioner steht, dass er wieder ausgespült werden soll, sollte genau das gemacht werden.

Die bessere Lösung ist ein Produkt, das von Anfang an dafür formuliert wurde, im Haar zu bleiben.

The Conditioner und 15-in-1 sind genau solche Produkte.

Kann ich The Detangler im Haar lassen?

Nein.

Bei The Detangler handelt es sich um den ausspülbaren Conditioning-Schritt.

Nur weil das Produkt besonders beim Entwirren helfen soll, wird es dadurch nicht zu einem Leave-in.

Hier ist der Name tatsächlich weniger wichtig als die Gebrauchsanweisung.

Muss The Conditioner ausgespült werden?

Nein.

Bei The Conditioner ist es wiederum genau andersherum.

Er wird in kleiner Menge in das feuchte Haar gegeben und bleibt anschließend im Haar.

Das macht ihn zu einem guten Beispiel dafür, warum man Haarpflegeprodukte nie allein anhand ihrer Produktnamen anwenden sollte.

Ist Leave-in automatisch Hitzeschutz?

Nein.

Das wird besonders wichtig, wenn wir The Conditioner und 15-in-1 miteinander vergleichen.

Ein Leave-in kann Hitzeschutz enthalten – muss es aber nicht.

Nur wenn diese Schutzfunktion für das konkrete Produkt ausgewiesen ist, würden wir es auch als Hitzeschutz einplanen.

Beim 15-in-1 Spray ist eine entsprechende Hitzeschutzfunktion ausgewiesen.

Bei einem Produkt, das lediglich als Leave-in Conditioner vorgesehen ist, sollte man Hitzeschutz dagegen nicht einfach voraussetzen.

Wenn du regelmäßig mit Hitze stylst, musst du deshalb nicht nur fragen:

„Benutze ich ein Leave-in?“

sondern:

„Ist genau dieses Leave-in für meine Hitzeanwendung als Schutzprodukt ausgewiesen?“

Bedeutet Hitzeschutz bis 230 °C, dass ich meine Haare bei 230 °C stylen sollte?

Nein.

Eine angegebene Schutztemperatur ist keine Empfehlung, dein Stylingtool möglichst heiß einzustellen.

Die Temperatur sollte weiterhin so niedrig gewählt werden, wie es für dein gewünschtes Ergebnis sinnvoll ist.

Der Vorteil beim 15-in-1 liegt vielmehr darin, dass du bei der entsprechenden Anwendung nicht automatisch noch ein weiteres Produkt nur deshalb hinzufügen musst, weil du zusätzlich Hitzeschutz benötigst.

Auch hier geht es wieder um Funktionsüberschneidung statt Produktanzahl.

Conditioner macht die Haare nicht von innen wieder „gesund“

Bei Conditioner und Leave-ins wird schnell mit Reparaturversprechen gearbeitet.

Wir würden das etwas genauer formulieren.

Conditioning kann die Oberfläche der Haarfaser beeinflussen, Reibung reduzieren, die Kämmbarkeit verbessern und das Haar dadurch geschmeidiger und im Alltag leichter handhabbar machen.

Das ist ein echter und sinnvoller kosmetischer Effekt.

Eine bereits vorhandene oxidative beziehungsweise chemische Schädigung wird dadurch aber nicht biologisch rückgängig gemacht.

Ein Conditioner muss dein Haar nicht in Naturhaar zurückverwandeln, um eine sehr wichtige Aufgabe zu erfüllen.

Gerade weniger Reibung beim Entwirren kann bei längeren oder beanspruchten Haaren im Alltag enorm hilfreich sein.

Warum ist leichteres Entwirren überhaupt so wichtig?

Nasses beziehungsweise feuchtes Haar wird häufig mechanisch belastet: beim Entwirren, Bürsten, Föhnen und Stylen.

Wenn sich die einzelnen Haarfasern stark verhaken, ist beim Kämmen mehr Kraft notwendig.

Conditioningprodukte können dabei helfen, das Haar geschmeidiger zu machen und die Reibung zwischen den Fasern zu reduzieren.

Deshalb ist „Detangling“ nicht bloß ein netter Komfort-Benefit.

Ein Haar, das sich kontrollierter und mit weniger Widerstand entwirren lässt, lässt sich im Alltag auch schonender behandeln.

Das gilt unabhängig davon, ob diese Funktion über einen Rinse-out Conditioner oder über ein Leave-in erreicht wird.

Wo sollte Leave-in aufgetragen werden?

In den meisten Fällen konzentrieren wir Leave-in auf die Bereiche, die zusätzliche Pflege benötigen – also vor allem Längen und Spitzen.

Gerade bei feinem Haar würden wir nicht automatisch große Mengen direkt am Ansatz beziehungsweise auf der Kopfhaut verteilen.

Wenn das Produkt für einen speziellen Scalp-Einsatz vorgesehen ist, wäre das etwas anderes.

Bei klassischen Leave-in-Pflegen für die Haarlänge sorgt ein unnötig großzügiger Ansatzauftrag aber häufig eher dafür, dass das Haar schneller schwer oder belegt wirkt.

Wie viel Leave-in brauche ich?

So wenig wie nötig und so viel wie tatsächlich gebraucht wird.

Eine Universalmenge funktioniert hier kaum, weil ein kurzer Bob mit sehr feiner Haarstruktur einen völlig anderen Bedarf hat als sehr langes, dichtes, chemisch behandeltes Haar.

Deshalb würden wir keine starre Empfehlung wie „immer drei Pumpstöße“ geben, sofern der Hersteller für das konkrete Produkt keine solche Dosierung vorgibt.

Gerade bei Leave-ins ist Nachlegen meistens einfacher als zu viel Produkt wieder aus dem Haar zu bekommen.

Woran merke ich, dass ich zu viel Leave-in benutze?

Wenn dein Haar nach dem Trocknen schwer, strähnig oder ungewöhnlich belegt wirkt, würde ich beim nächsten Mal zunächst die Produktmenge reduzieren.

Auch schneller Volumenverlust kann ein Hinweis darauf sein, dass die Pflege für die verwendete Menge zu viel war.

Das bedeutet nicht automatisch, dass du das Produkt komplett wechseln musst.

Oft reicht bereits eine kleinere Menge oder eine gezieltere Anwendung nur in den Spitzen.

Woran merke ich, dass mir ein Leave-in nach dem Conditioner noch etwas bringt?

Der beste Hinweis ist nicht die Anzahl der Produkte in deinem Badezimmer, sondern das Verhalten deiner Haare.

Wenn deine Längen nach dem Ausspülen des Conditioners weiterhin schlecht kämmbar, schnell frizzig oder beim Föhnen sehr widerspenstig sind, kann ein Leave-in eine sinnvolle zusätzliche Funktion übernehmen.

Wenn deine Haare dagegen bereits geschmeidig sind und sich problemlos stylen lassen, besteht kein Grund, nur der Vollständigkeit halber noch einen weiteren Conditioning-Schritt hinzuzufügen.

Welche Kombination würden wir für welchen Bedarf wählen?

Bei Haaren, die hauptsächlich einen klassischen Conditioning-Schritt während der Haarwäsche benötigen, würden wir zuerst The Detangler beziehungsweise einen zum Haar passenden Rinse-out Conditioner anschauen.

Wenn die Haare anschließend zusätzliche Pflege benötigen, ist The Conditioner der klassische Leave-in-Pfad.

Wenn dagegen möglichst viele sinnvolle Funktionen in einem Produkt gebündelt werden sollen – insbesondere wenn zusätzlich Hitzeschutz benötigt wird – wird das 15-in-1 Spray besonders interessant.

Und wenn dein Haar bereits nach einem einzigen dieser Schritte genau so aussieht und sich so anfühlt, wie du es möchtest, musst du die anderen nicht aus Prinzip hinzufügen.

Häufige Fragen zu Conditioner und Leave-in

Was ist der Unterschied zwischen Conditioner und Leave-in Conditioner?

Ein klassischer Rinse-out Conditioner wird während der Haarwäsche verwendet und anschließend wieder ausgespült. Ein Leave-in Conditioner wird nach dem Waschen ins Haar gegeben und bleibt dort.

Muss Paul Mitchell The Conditioner ausgespült werden?

Nein. Trotz seines Namens handelt es sich bei The Conditioner um ein Leave-in-Produkt.

Muss The Detangler ausgespült werden?

Ja. The Detangler ist ein klassischer Rinse-out Conditioner.

Ist The Detangler ein Leave-in-Spray?

Nein. Der Name beschreibt seine entwirrende Funktion. Das Produkt selbst wird während der Haarwäsche als Conditioner verwendet und anschließend ausgespült.

Was ist der Unterschied zwischen The Conditioner und 15-in-1?

Beide bleiben im Haar. The Conditioner ist der klassischere Leave-in-Conditioningpfad. 15-in-1 ist ein Multifunktionsspray, das mehrere Pflege-, Schutz- und Stylingfunktionen kombiniert und einen ausgewiesenen Hitzeschutz besitzt.

Brauche ich Conditioner und Leave-in zusammen?

Nicht automatisch. Wenn nach dem Rinse-out Conditioner noch zusätzlicher Pflege- oder Stylingbedarf besteht, kann ein Leave-in sinnvoll sein. Wenn deine Haare bereits gut funktionieren, brauchst du keinen zusätzlichen Schritt nur der Routine halber.

Kann ich normalen Conditioner einfach im Haar lassen?

Wenn das Produkt als Rinse-out Conditioner vorgesehen ist, solltest du es auch ausspülen. Einen normalen Conditioner einfach zu verdünnen oder als DIY-Leave-in zu benutzen, empfehlen wir nicht.

Ist Leave-in für feines Haar geeignet?

Ja. Bei feinem Haar sind vor allem eine kleine Produktmenge und eine gezielte Anwendung in Längen und Spitzen wichtig, damit das Haar nicht unnötig beschwert wird.

Ist Leave-in automatisch Hitzeschutz?

Nein. Hitzeschutz muss für das konkrete Produkt ausgewiesen sein. Beim 15-in-1 Spray ist diese zusätzliche Funktion vorhanden.

Wo trage ich Leave-in Conditioner auf?

In der Regel vor allem in den Längen und Spitzen des feuchten Haares. Einen großflächigen Auftrag auf Kopfhaut und Ansatz würden wir nur bei Produkten empfehlen, die ausdrücklich dafür vorgesehen sind.

Kann ein Conditioner geschädigtes Haar reparieren?

Conditioner können unter anderem Kämmbarkeit, Reibung und Haargefühl verbessern. Bereits vorhandene chemische Schädigung wird dadurch aber nicht biologisch rückgängig gemacht.

Fazit: Nicht der Name entscheidet – sondern ob das Produkt ausgespült wird und welchen Job es übernimmt

Bei Conditioner wird es unnötig kompliziert, sobald man versucht, jedes Produkt allein anhand seines Namens einzuordnen.

Gerade die Paul-Mitchell-Classic-Serie zeigt das perfekt:

The Detangler ist der klassische Conditioning-Schritt während der Haarwäsche und wird wieder ausgespült.

The Conditioner ist trotz seines Namens ein Leave-in und bleibt nach der Wäsche im Haar.

Das 15-in-1 Spray ist ebenfalls ein Leave-in, verbindet die Pflege aber mit mehreren zusätzlichen Funktionen und einem ausgewiesenen Hitzeschutz.

Welcher Weg zu dir passt, hängt deshalb nicht davon ab, welches Produkt die meisten Benefits auflistet. Entscheidend ist, welche Aufgabe in deiner aktuellen Haarpflege tatsächlich noch fehlt.

Braucht dein Haar einen klassischen Conditioner zum Ausspülen? Dann beginne dort.

Brauchen die Längen danach zusätzliche Pflege? Dann wird ein Leave-in interessant.

Möchtest du mehrere Funktionen in einem Produkt bündeln? Dann kann ein Multitasking-Spray sinnvoller sein.

Und wenn dein Haar mit weniger Produkten bereits hervorragend funktioniert, gibt es keinen Grund, aus einer einfachen Routine künstlich fünf Schritte zu machen.

Alle aktuellen Produkte findest du in unserer Paul Mitchell Classic Kollektion. Wenn du deinen Pflegebedarf noch nicht sicher einordnen kannst, hilft dir außerdem unser Haarpflege-Finder, die Produktauswahl an deinem tatsächlichen Haarzustand auszurichten.

Denn gute Haarpflege bedeutet nicht, möglichst viele Produkte zu verwenden – sondern bei jedem Schritt zu wissen, welchen Job er überhaupt erfüllen soll.

Deine Lissi & Sophie
Lissi Weber – professionelle Haarpflege und Friseurwissen aus dem Salon in Schweinfurt

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