Paul Mitchell Awapuhi Styling Treatment Oil richtig anwenden: feucht oder trocken – und wie viel braucht feines Haar?

Paul Mitchell Awapuhi Styling Treatment Oil richtig anwenden: feucht oder trocken – und wie viel braucht feines Haar?

Haaröl und feines Haar klingt für viele erst einmal nach einer ziemlich schlechten Kombination.

Öl macht Haare fettig. Öl beschwert. Öl gehört nur in dicke, trockene Spitzen. Und wer feines Haar besitzt, hält am besten grundsätzlich Abstand davon.

So einfach ist es beim Paul Mitchell Awapuhi Wild Ginger Styling Treatment Oil allerdings nicht.

Denn obwohl „Oil“ auf der Flasche steht, handelt es sich nicht um ein klassisches Pflanzenöl, das hauptsächlich aus Argan-, Jojoba- oder einem anderen natürlichen Öl besteht. Die Formulierung ist vielmehr ein leichtes, silikonbasiertes Styling-Treatment mit Ölbestandteil, das Paul Mitchell selbst als Dry-Touch Oil positioniert.

Genau deshalb kann es auch bei feinem Haar interessant sein – wenn die Menge stimmt.

Und noch etwas macht die Anwendung flexibler als bei vielen anderen Stylingprodukten: Das Treatment Oil kann sowohl ins feuchte Haar vor dem Styling als auch sehr sparsam auf trockenem Haar als Finish gegeben werden.

Die wichtigere Frage lautet deshalb nicht:

„Ist Haaröl gut oder schlecht für mein Haar?“

Sondern:

„Was möchte ich damit erreichen – und wie viel braucht mein Haar wirklich?“

Die schnelle Antwort: feucht oder trocken?

Beim Paul Mitchell Awapuhi Styling Treatment Oil sind grundsätzlich beide Anwendungen möglich.

Dein Ziel Anwendung
mehr Geschmeidigkeit vor dem Styling kleine Menge ins feuchte Haar
Frizz während des Stylings kontrollieren feuchtes Haar, vor allem Längen und Spitzen
fertiges Haar braucht mehr Glanz sehr wenig auf trockenem Haar
einzelne Flyaways stören gezielt trocken anwenden
Spitzen sehen trocken aus winzige Menge trocken einarbeiten
feines Haar deutlich kleiner beginnen als bei kräftigem Haar
kräftiges oder dichtes Haar mehr Spielraum bei der Dosierung
bestätigter Hitzeschutz für Hot Tools gesucht anderes Produkt beziehungsweise separaten Heat Protect wählen

Damit ist auch schon der wichtigste Punkt klar:

Feuchtes Haar = Pflege- und Stylingvorbereitung.

Trockenes Haar = Finish, Glanz und gezielte Frizzkontrolle.

Was ist das Awapuhi Styling Treatment Oil eigentlich?

Der Produktname kann etwas in die falsche Richtung führen.

Bei „Styling Treatment Oil“ denken viele an ein klassisches Haaröl.

Die aktuelle Referenzformulierung des Produktes beginnt jedoch mit silikonbasierten beziehungsweise sehr leichten filmbildenden Bestandteilen. Dazu kommen unter anderem Awapuhi-Extrakt und Abyssinian Seed Oil.

Das erklärt, warum das Produkt sich anders verhalten kann als beispielsweise ein reines Pflanzenöl.

Es ist vor allem darauf ausgelegt, das Haar geschmeidiger, glatter und glänzender erscheinen zu lassen, Frizz zu kontrollieren und dabei ein möglichst leichtes Dry-Touch-Finish zu hinterlassen.

Das bedeutet aber auch:

Wir würden es nicht mit Aussagen wie

„pflegt das Haar tief von innen mit reinem Öl“

beschreiben.

Das passt weder zur Formulierung noch zu dem, was ein solches Stylingprodukt realistisch leisten soll.

Ist das Styling Treatment Oil ein richtiges Haaröl?

Es ist ein Haaröl im Sinne der Produktkategorie und des Anwendungsergebnisses.

Chemisch beziehungsweise formulierungstechnisch ist es aber kein reines Pflanzenöl.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Ein Produktname sagt nicht automatisch, aus welcher Stoffgruppe der größte Teil der Formulierung besteht.

Gerade moderne Stylingöle sind häufig Kombinationen aus leichten Silikonen, Emollients, pflanzlichen Ölen und weiteren kosmetischen Inhaltsstoffen.

Deshalb ist die bessere Frage nicht:

„Ist das ein echtes Öl?“

Sondern:

„Wie verhält sich diese konkrete Formulierung in meinem Haar?“

Warum ist das Produkt dadurch für feines Haar interessant?

Ein klassisches, schweres Öl kann feines Haar relativ schnell zusammenfallen lassen.

Das Awapuhi Styling Treatment Oil ist dagegen ausdrücklich auf ein leichteres Finish ausgelegt.

Das bedeutet trotzdem nicht, dass feines Haar beliebig viel davon verwenden kann.

Im Gegenteil.

Paul Mitchell weist für feines Haar selbst sinngemäß darauf hin:

Weniger ist mehr.

Und genau das ist bei einem konzentrierten Stylingprodukt entscheidend.

Feines Haar besitzt weniger Spielraum zwischen

„genau genug für Glanz und Geschmeidigkeit“

und

„jetzt sieht es strähnig aus“.

Wie viel Styling Treatment Oil braucht feines Haar?

Es gibt keine sinnvolle universelle Milliliterzahl für jeden Kopf.

Haarlänge, Haardichte, Porosität und Zustand unterscheiden sich zu stark.

Bei feinem Haar würden wir deshalb nicht mit einer großen Menge starten.

Nimm lieber zunächst wirklich sehr wenig, verteile das Produkt vollständig zwischen den Handflächen und arbeite es anschließend nur in die Bereiche ein, die es brauchen.

Danach stylst du dein Haar fertig.

Erst wenn du das Ergebnis gesehen hast, weißt du, ob deine Haare tatsächlich mehr benötigt hätten.

Das ist viel besser, als sofort zu viel Produkt aufzutragen und hinterher zu versuchen, es wieder aus dem Haar zu bekommen.

Warum sollte ich das Produkt zuerst in den Händen verteilen?

Weil konzentrierte Stylingöle sonst sehr punktuell im Haar landen können.

Wenn du Produkt direkt auf eine kleine Haarpartie gibst, bekommt diese Stelle schnell deutlich mehr ab als der Rest.

Verteilst du es dagegen zunächst zwischen den Handflächen, kannst du anschließend kontrollierter über die Längen beziehungsweise Spitzen gehen.

Gerade bei feinem Haar macht dieser Schritt einen enormen Unterschied.

Wie wende ich das Treatment Oil im feuchten Haar an?

Nach dem Waschen entfernst du zunächst überschüssiges Wasser aus dem Haar.

Das Haar soll feucht, aber nicht tropfnass sein.

Dann verteilst du eine kleine Menge des Styling Treatment Oils in deinen Händen und arbeitest sie überwiegend in mittlere Längen und Spitzen ein.

Danach stylst beziehungsweise föhnst du dein Haar wie gewohnt.

Das Produkt wird nicht ausgespült.

Muss das Styling Treatment Oil auf handtuchtrockenes Haar?

Feuchtes beziehungsweise handtuchtrockenes Haar ist der sinnvollste Ausgangspunkt, wenn du das Treatment Oil als Vorbereitung vor dem Styling verwendest.

Ist das Haar noch komplett durchnässt, wird die Produktverteilung schwerer einzuschätzen.

Ist es dagegen schon trocken, wechselst du automatisch eher in den Finish-Einsatz.

Beides ist möglich – aber mit unterschiedlicher Menge und unterschiedlichem Ziel.

Wie benutze ich das Styling Treatment Oil auf trockenem Haar?

Hier brauchst du meistens noch weniger Produkt.

Auf trockenem Haar eignet sich das Treatment Oil beispielsweise, wenn deine Spitzen nach dem Föhnen noch etwas stumpf wirken, einzelne Haare abstehen oder du zusätzlichen Glanz möchtest.

Verteile eine minimale Menge gründlich in den Handflächen und gehe anschließend leicht über die betreffenden Bereiche.

Du möchtest das Haar damit veredeln.

Nicht tränken.

Kann ich das Oil nach dem Glätten verwenden?

Ja, als Finish kann eine sehr kleine Menge nach dem Styling eingesetzt werden.

Gerade bei einem glatten Finish kann das zusätzlichen Glanz geben und einzelne Flyaways ruhiger erscheinen lassen.

Wichtig ist aber:

Das Treatment Oil ist nicht automatisch der Hitzeschutzschritt davor.

Das sind zwei unterschiedliche Aufgaben.

Hat das Awapuhi Styling Treatment Oil Hitzeschutz?

Für das aktuell recherchierte Styling Treatment Oil liegt kein eindeutiger ausgewiesener Tool-Hitzeschutzclaim vor, auf den wir uns für Glätteisen oder Lockenstab verlassen würden.

Deshalb würden wir das Produkt nicht einfach zum Hitzeschutz erklären, nur weil es vor dem Föhnen verwendet werden kann.

Wenn du einen bestätigten Heat Protect benötigst, sollte dieser Job durch ein Produkt abgedeckt werden, das ihn ausdrücklich ausweist.

Wie das funktioniert, erklären wir ausführlicher in unserem Ratgeber Hitzeschutz für Haare richtig anwenden.

Styling Treatment Oil oder Super Skinny Serum?

Die beiden Produkte können auf den ersten Blick sehr ähnlich wirken.

Beide können das Haar glatter beziehungsweise geschmeidiger erscheinen lassen und bei Frizz interessant sein.

Trotzdem unterscheiden sich ihre Schwerpunkte.

Das Awapuhi Styling Treatment Oil ist stärker ein Finish- und Pflege-Stylingprodukt für Softness, Glanz und Frizzkontrolle. Es kann feucht oder trocken verwendet werden.

Das Paul Mitchell Super Skinny Serum besitzt dagegen einen ausgeprägteren Blowout-Job. Es wird hauptsächlich im feuchten Haar eingesetzt, soll den Föhnprozess unterstützen und besitzt einen vom Hersteller ausgewiesenen Hitzeschutz.

Vereinfacht:

Styling Treatment Oil = Glanz, Softness, Frizz-Finish.

Super Skinny Serum = Blowout, Smoothing und bestätigter Heat-Protect-Pfad.

Das bedeutet nicht, dass du automatisch beide brauchst.

Muss ich Super Skinny Serum und Treatment Oil kombinieren?

Nein.

Genau hier passiert schnell unnötiges Layering.

Wenn dein Super Skinny Serum bereits alles erledigt, was du brauchst, gibt es keinen Grund, automatisch noch Öl darüberzugeben.

Andersherum brauchst du kein Serum, wenn das Styling Treatment Oil bereits perfekt zu deinem gewünschten Ergebnis passt und du keinen zusätzlichen Blowout- beziehungsweise Hitzeschutzjob benötigst.

Gerade bei feinem Haar kann das Übereinanderschichten mehrerer glättender Produkte schnell zu viel werden.

Styling Treatment Oil oder normales Pflanzenöl?

Das hängt vom gewünschten Ergebnis ab.

Ein reines Pflanzenöl und ein leichtes silikonbasiertes Stylingöl sind keine identischen Produkte.

Sie besitzen eine andere Sensorik, eine andere Verteilung im Haar und können sich entsprechend unterschiedlich verhalten.

Wenn du vor allem ein leichtes Styling-Finish mit Glanz und Frizzkontrolle möchtest, ist ein Produkt wie das Awapuhi Styling Treatment Oil genau dafür entwickelt worden.

Nur weil auf beiden Produkten „Öl“ steht, heißt das nicht, dass sie austauschbar sind.

Was machen die Silikone in diesem Produkt?

Silikone werden in Haarpflege erstaunlich emotional diskutiert.

Für ein Stylingprodukt wie dieses haben sie aber sehr nachvollziehbare Aufgaben.

Sie können einen dünnen Film an beziehungsweise auf der Haaroberfläche bilden, dadurch die Reibung zwischen Haarfasern beeinflussen und das Haar glatter, geschmeidiger und glänzender erscheinen lassen.

Das kann besonders bei rauen, trockenen beziehungsweise chemisch beanspruchten Längen angenehm sein.

Das ist ein kosmetischer Effekt.

Und das ist vollkommen okay.

Haarpflege muss nicht „von innen heilen“, um einen echten Nutzen zu besitzen.

Sind Silikone schlecht für Haare?

Nicht pauschal.

Genau wie bei nahezu jeder Stoffgruppe hängt das Verhalten von der konkreten Chemie, Formulierung, Menge und Anwendung ab.

Auch die Behauptung

„Silikone ersticken das Haar“

ist keine sinnvolle Beschreibung.

Haare müssen nicht atmen.

Was aber vorkommen kann:

Bestimmte Formulierungen können bei wiederholter und großzügiger Anwendung zu einem stärkeren Produktfilm beziehungsweise Build-up beitragen.

Das bedeutet trotzdem nicht, dass jedes silikonhaltige Produkt automatisch Ablagerungen verursacht oder dass Silikone grundsätzlich vermieden werden müssen.

Macht das Treatment Oil Build-up?

Das kann nicht pauschal mit Ja oder Nein beantwortet werden.

Wie stark sich Rückstände bemerkbar machen, hängt von Produktmenge, Häufigkeit, restlicher Stylingroutine und Reinigung ab.

Wenn dein Haar plötzlich schwer, stumpf beziehungsweise ungewöhnlich belegt wirkt, obwohl es eigentlich frisch gewaschen ist, lohnt sich ein Blick auf die gesamte Routine.

Aber wir würden nicht empfehlen, prophylaktisch ständig aggressive Tiefenreinigung zu verwenden, nur weil dein Stylingprodukt Silikone enthält.

Repariert das Awapuhi Styling Treatment Oil geschädigtes Haar?

Es kann geschädigtes Haar kosmetisch deutlich besser aussehen und sich besser anfühlen lassen.

Das ist etwas anderes als tatsächliche Wiederherstellung des ursprünglichen Haarzustandes.

Chemische, thermische und mechanische Beanspruchung kann die Oberfläche der Haarfaser verändern und die Reibung erhöhen.

Conditioningprodukte können diese Oberfläche glatter erscheinen lassen, die Kämmbarkeit verbessern und das Haar geschmeidiger machen.

Aber eine stark blondierte Haarfaser wird dadurch nicht wieder biologisch zu unbehandeltem Haar.

Deshalb vermeiden wir Aussagen wie:

„Repariert das Haar vollständig von innen.“

Hilft das Styling Treatment Oil gegen Frizz?

Ja, Frizzkontrolle gehört zu den sinnvollen Einsatzgebieten.

Wenn sich die Haaroberfläche glatter verhält und einzelne Fasern weniger rau beziehungsweise unruhig wirken, kann das Finish deutlich kontrollierter aussehen.

Trotzdem ist Frizz kein einzelnes Problem mit nur einer Ursache.

Luftfeuchtigkeit, Haarzustand, natürliche Struktur, Stylingtechnik und chemische Behandlung spielen ebenfalls eine Rolle.

Das Treatment Oil kann das Erscheinungsbild verbessern.

Es kann aber nicht jede Form von Frizz unabhängig von Ursache und Wetter komplett verhindern.

Ist das Styling Treatment Oil für trockenes Haar geeignet?

Ja.

Gerade trockene beziehungsweise rau wirkende Längen können von mehr Glätte und Geschmeidigkeit profitieren.

Wenn dein Haar allerdings deutlich ausgetrocknet oder stark beansprucht ist, würde ich das Oil nicht als Ersatz für die komplette Pflegebasis behandeln.

Shampoo, Conditioner beziehungsweise eine passende Intensivpflege erfüllen andere Aufgaben.

Ein Finishprodukt kann eine schlechte Basisroutine nicht vollständig ausgleichen.

Ist das Styling Treatment Oil für blondiertes Haar geeignet?

Grundsätzlich ja.

Blondiertes Haar kann rauer, trockener und mechanisch empfindlicher wirken.

Ein gutes Conditioning-Finish kann dabei helfen, Reibung zu reduzieren und die Längen geschmeidiger wirken zu lassen.

Aber auch hier:

Das Treatment Oil ist kein Ersatz für eine gezielte Repair- beziehungsweise Blondpflege.

Es kann das Ergebnis kosmetisch verbessern, aber eine Blondierung nicht rückgängig machen.

Ist das Produkt für coloriertes Haar geeignet?

Grundsätzlich ja.

Wenn dein coloriertes Haar vor allem mehr Glanz beziehungsweise Geschmeidigkeit braucht, kann das Produkt gut passen.

Es ist aber kein klassisches Pigmentprodukt und frischt deine Haarfarbe nicht farblich auf.

Wenn dein eigentliches Problem ein verblassender Farbton ist, brauchst du eine andere Produktfunktion.

Kann ich das Oil bei lockigem Haar verwenden?

Ja.

Lockiges beziehungsweise welliges Haar kann ebenfalls von mehr Geschmeidigkeit und Frizzkontrolle profitieren.

Das Treatment Oil ist aber kein Lockengel und kein Produkt für starken Halt.

Es kann das Finish ergänzen.

Für eigentliche Lockendefinition, Bündelung und Halt brauchst du gegebenenfalls ein spezielles Curl-Stylingprodukt.

Macht das Styling Treatment Oil Locken platt?

Zu viel davon kann selbstverständlich beschweren.

Das gilt besonders bei feinen beziehungsweise lockeren Wellen.

Eine sehr kleine Menge kann dagegen helfen, Frizz beziehungsweise trockene Spitzen zu kontrollieren, ohne die komplette Struktur zu verlieren.

Auch hier ist die Dosierung wichtiger als die pauschale Kategorie „Öl“.

Ist das Oil für dickes Haar besser geeignet als für feines?

Kräftiges beziehungsweise dichtes Haar besitzt häufig mehr Spielraum für Produktmenge.

Das heißt aber nicht automatisch, dass es grundsätzlich „besser geeignet“ ist.

Feines Haar kann ebenfalls von dem Produkt profitieren.

Es benötigt nur deutlich weniger.

Die eigentliche Regel lautet deshalb:

Produktmenge an Haarmenge und Haarstärke anpassen.

Nicht:

Öl nur für dickes Haar.

Sollte ich Haaröl an den Ansatz geben?

Wenn dein Ziel Glanz, Frizzkontrolle und Geschmeidigkeit in trockenen Längen ist, würden wir nicht unnötig direkt an einem schnell fettenden Ansatz starten.

Gerade bei feinem Haar konzentrieren wir uns eher auf mittlere Längen und Spitzen.

Das verhindert, dass das Haar dort unnötig schwer wirkt, wo du eigentlich Volumen erhalten möchtest.

Kann ich das Treatment Oil jeden Tag benutzen?

Wenn dein Haar täglich einen kleinen Finish-Schritt benötigt und du es sehr sparsam verwendest, ist eine regelmäßige Nutzung möglich.

Eine starre Tagesregel ist aber nicht sinnvoll.

Wenn deine Haare bereits glatt, weich und glänzend aussehen, musst du nicht aus Prinzip noch eine weitere Produktschicht ergänzen.

Pflege und Styling nach Bedarf funktionieren besser als Produktanwendung nach Kalender.

Warum sieht mein Haar nach Haaröl fettig aus?

In den meisten Fällen wurde entweder zu viel Produkt verwendet oder es wurde an der falschen Stelle eingesetzt.

Besonders bei feinem Haar kann schon ein kleiner Unterschied sichtbar sein.

Wenn dein Haar nach der Anwendung strähnig aussieht, würde ich beim nächsten Mal nicht sofort ein anderes Produkt kaufen.

Reduziere zuerst die Menge deutlich.

Kann ich zu viel Treatment Oil wieder entfernen?

Wenn wirklich deutlich zu viel Produkt im trockenen Haar sitzt, lässt es sich nur begrenzt „wegstylen“.

Manchmal hilft gründliches Ausbürsten beziehungsweise Verteilen.

Bei starker Überdosierung kann letztlich Waschen notwendig sein.

Deshalb ist bei konzentrierten Stylingölen die beste Strategie:

Zu wenig ist leichter zu korrigieren als zu viel.

Wie erkenne ich die richtige Menge?

Nach dem Styling sollte dein Haar geschmeidiger, glatter und glänzender wirken.

Es sollte aber noch locker fallen.

Wenn du sofort einzelne zusammengeklebte beziehungsweise sichtbar ölige Strähnen erkennst, war die Menge zu hoch.

Wenn du dagegen kaum einen Unterschied siehst und die Längen weiterhin sehr rau wirken, kannst du beim nächsten Mal vorsichtig etwas erhöhen.

So findest du viel zuverlässiger deine persönliche Menge als mit einer pauschalen Pumpstoß-Regel.

„Haaröl oder Serum?“ – was ist besser?

Diese Frage lässt sich nicht sinnvoll nur anhand der Produktbezeichnung beantworten.

Denn „Oil“ und „Serum“ sind keine Garantie für eine bestimmte chemische Zusammensetzung.

Gerade das Awapuhi Styling Treatment Oil zeigt das sehr gut: Trotz des Wortes „Oil“ im Namen ist die Formulierung stark von leichten silikonbasierten Komponenten geprägt.

Ein Serum kann wiederum ebenfalls Öle, Silikone oder andere Emollients enthalten.

Deshalb gilt:

Nicht Oil gegen Serum vergleichen – konkrete Produkte miteinander vergleichen.

Beim Awapuhi Treatment Oil und Super Skinny Serum können wir genau das tun, weil ihre Herstelleranwendungen und Stylingjobs unterschiedlich sind.

Die häufigsten Fehler beim Awapuhi Styling Treatment Oil

Der häufigste Fehler ist ganz klar die Überdosierung. Gerade bei feinem Haar beginnt man besser mit deutlich weniger Produkt, als man intuitiv nehmen würde.

Ein weiterer Fehler ist, das Treatment Oil automatisch mit einem reinen Pflanzenöl gleichzusetzen. Der Produktname verrät nicht die komplette Rezeptur.

Ebenso problematisch ist die Annahme, jedes Haaröl sei automatisch ein Hitzeschutz.

Und schließlich sollte das Oil nicht als Ersatz für Conditioner, Haarmaske oder eine vollständige Repairroutine behandelt werden, wenn deine Haare tatsächlich einen stärkeren Pflegebedarf besitzen.

Häufige Fragen zum Paul Mitchell Awapuhi Styling Treatment Oil

Kommt das Awapuhi Styling Treatment Oil auf nasses oder trockenes Haar?

Beides ist möglich. Im feuchten Haar dient es vor allem als vorbereitender Styling- und Conditioning-Schritt. Im trockenen Haar eignet es sich sparsam für Glanz, Frizz und Spitzen.

Muss das Styling Treatment Oil ausgespült werden?

Nein. Es bleibt im Haar.

Ist das Awapuhi Styling Treatment Oil für feines Haar geeignet?

Ja. Gerade bei feinem Haar sollte aber mit einer sehr kleinen Menge begonnen werden.

Wie viel Haaröl braucht feines Haar?

So wenig wie möglich und so viel wie nötig. Eine pauschale Pumpstoßzahl ist weniger sinnvoll als kontrolliertes Herantasten.

Warum beschwert Haaröl feines Haar?

Meist durch zu große Mengen oder weil es zu nah am Ansatz beziehungsweise zu flächig aufgetragen wird.

Ist das Styling Treatment Oil ein echtes Pflanzenöl?

Es enthält Ölbestandteile, ist aber keine reine Pflanzenölformulierung. Es handelt sich um ein leichtes, silikonbasiertes Styling-Treatment mit Ölkomponenten.

Enthält das Produkt Silikone?

Ja. Silikonbasierte Bestandteile gehören zu den prägenden Komponenten der Formulierung.

Sind die Silikone schlecht?

Nicht grundsätzlich. Sie können unter anderem die Haaroberfläche glatter wirken lassen, Reibung reduzieren und Glanz beziehungsweise Geschmeidigkeit verbessern.

Repariert das Oil kaputte Haare?

Es kann das Haar kosmetisch glatter und gepflegter erscheinen lassen. Eine dauerhaft geschädigte Haarfaser wird dadurch jedoch nicht vollständig in ihren unbehandelten Zustand zurückversetzt.

Ist das Treatment Oil ein Hitzeschutz?

Für die aktuell recherchierte Produktversion ist kein eindeutiger Tool-Hitzeschutzclaim ausgewiesen. Bei heißen Stylingtools sollte ein ausdrücklich bestätigter Hitzeschutz verwendet werden.

Styling Treatment Oil oder Super Skinny Serum?

Treatment Oil passt besonders zu Glanz, Softness und Finish. Super Skinny Serum ist stärker auf Blowout, Smoothing und bestätigten Hitzeschutz ausgerichtet.

Kann ich beide Produkte zusammen verwenden?

Möglich, aber nicht automatisch notwendig. Gerade bei feinem Haar sollte unnötiges Layering vermieden werden.

Ist das Oil für blondiertes Haar geeignet?

Grundsätzlich ja, insbesondere wenn die Längen glatter und geschmeidiger wirken sollen. Bei stärkerer struktureller Schädigung benötigt das Haar aber zusätzlich eine passende Pflegebasis.

Kann ich das Oil auf trockenes Haar geben?

Ja. Dort aber sehr sparsam, beispielsweise für Spitzen, Glanz oder einzelne Flyaways.

Kann ich es täglich verwenden?

Wenn dein Haar es benötigt und die Menge passt, ist regelmäßige Anwendung möglich. Es gibt aber keinen Grund, es täglich aus Gewohnheit aufzutragen.

Fazit: Beim Awapuhi Styling Treatment Oil entscheidet nicht „Öl oder kein Öl“ – sondern die richtige Menge

Das Paul Mitchell Awapuhi Wild Ginger Styling Treatment Oil ist ein gutes Beispiel dafür, warum man Haarprodukte nicht nur anhand ihres Namens beurteilen sollte.

Es heißt „Oil“, ist aber keine schwere reine Pflanzenölformulierung.

Es lässt sich im feuchten Haar vor dem Styling ebenso einsetzen wie sehr sparsam auf trockenem Haar als Finish.

Und ja:

Auch feines Haar darf es verwenden.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Dosierung.

Wenn dein Haar nach der Anwendung glatter, glänzender und geschmeidiger aussieht, aber weiterhin locker fällt, passt die Menge.

Wird es strähnig beziehungsweise schwer, brauchst du beim nächsten Mal nicht zwingend ein anderes Produkt – sondern wahrscheinlich einfach weniger.

Wenn dein Schwerpunkt stärker auf Blowout, Frizzkontrolle beim Föhnen und bestätigtem Hitzeschutz liegt, schau dir stattdessen unseren Paul Mitchell Super Skinny Serum an.

Und wenn du mit Glätteisen oder Lockenstab arbeitest, findest du in unserem Ratgeber Hitzeschutz für Haare richtig anwenden die wichtigsten Grundlagen.

Wenn du grundsätzlich noch nicht weißt, welche Pflege beziehungsweise welcher Stylingtyp zu deinem Haar passt, hilft dir außerdem unser Haarpflege-Finder.

Denn bei Haaröl gilt besonders: Das beste Ergebnis entsteht nicht durch möglichst viel Produkt – sondern durch genau die Menge, die dein Haar noch schöner fallen lässt.

Deine Lissi & Sophie
Lissi Weber – professionelle Haarpflege und Friseurwissen aus unserem Salon in Schweinfurt

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